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Wegen "Extremismus": Zeuge Jehovas muss in Russland 6 Jahre einsitzen

Wegen "Extremismus": Zeuge Jehovas muss in Russland 6 Jahre einsitzen
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Courtesy of Jehovah’s Witnesses
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Ein Regionalgericht in Orjol, im Südwesten Russlands, hat einen Dänen, der der Glaubensgemeinschaft Zeugen Jehovas angehört, zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Er war wegen "Extremismus" angeklagt. Es ist das erste Mal, dass ein Angehöriger der Glaubengemeinschaft in Russland zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden ist.

Verteidiger Anton Bogdanow erklärte: "Der Fall meines Mandanten ist ein Präzedenzfall für die Religionsfreiheit, nicht nur in Orjol, sondern in ganz Russland. Ich weiß, dass meine Kollegen in anderen Regionen, die in ähnlichen Fällen gegen Zeugen Jehovas ermitteln, den Verlauf und den Ausgang dieses Prozesses erwarten."

Der dänische Außenminister Anders Samuelsen zeigte sich besorgt über die Verurteilung von Dennis Christensen und appellierte auf Twitter an Russland, die Religionsfreiheit zu respektieren. Das dänische Außenministerium sichere Christensen im Falle einer Berufung Unterstützung zu.

In Russland gibt es einige vage formulierte Gesetze zur Bekämpfung von Extremismus, die es auch erlauben, gegen Andersgläubige vorzugehen. 2017 hatte Russland die Zeugen Jehovas als extremistische Organisation eingestuft und verboten.

Insgesamt gibt es gegen 100 ihrer Mitglieder Anklagen, 20 von ihnen sitzen in Haft und warten auf ihr Gerichtsverfahren.

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