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AU-Gipfel in Addis Abeba: "Es gibt keine Sklaverei in Libyen"

AU-Gipfel in Addis Abeba: "Es gibt keine Sklaverei in Libyen"
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Fragen der Investition und Migration waren die Hauptthemen am zweiten Tag des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union in Addis Abeba. Der Außenminister der libyschen Übergangsregierung erklärte im Euronews-Interview, sein Land tue was es könne, um Migranten zu helfen. Gleichzeitig wies Mohammad Taha Siala Missbrauchsvorwürfe zurück:

"Es gibt keine Sklaverei in Libyen. Das entspricht weder unserer Kultur noch unseren Gesetzen. Aber es gibt Menschenhändler, die untereinander Geschäfte machen. Dagegen kämpfen wir. Wir sind sehr froh, dass es bereits Sanktionsentscheidungen der internationalen Gemeinschaft gegen die Menschenhändler gibt."

Um gegen das Migrationsproblem anzugehen, hat Europa in Afrika investiert. Die Europäische Investitionsbank finanziert seit Jahrzehnten Projekte in Afrika. Der Präsident der Bank, Werner Hoyer, sagte gegenüber Euronews, Afrika sei dabei, sein Potenzial zu entfalten: "Afrika befindet sich an einem Scheideweg und das ist deutlich sichtbar. Es gibt viele Möglichkeiten, umm Herausforderungen zu bewältigen. In der Afrikanischen Union kann ich einen interesanten Führungswechsel erkennen. Man konzentriert sich auf Digitalisierung und Wandel."

UN-Generalsekretär António Guterres lobte Afrika auf dem Gipfel für seine Solidarität mit Flüchtlingen. Afrika sei eine Quelle der Inspiration für die Welt und ihn selbst, sagte Guterres.