Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Seychellen: Mit Handarbeit gegen das Korallensterben

Seychellen: Mit Handarbeit gegen das Korallensterben
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Korallenriffe gehören neben dem Regenwald zu den artenreichsten Rückzugsräumen von Lebewesen. Besonders in Teilen des Indischen Ozeans sind sie durch Erderwärmung und die sogenannte Korallenbleiche bedroht. Diese setzt ein, wenn Algen und andere Kleinstlebewesen aufgrund steigender Wassertemperaturen giftige Moleküle bilden und von den Korallen abgestoßen werden. Die sichtbarste Folge ist eine Verödung schillernd bunter Riffe.

Auf der Hauptinsel der Seychellen, Mahé, werden siechende Nesseltiere von der Marine Conservation Society Seychelles aufgepäppelt. Leo Barret leitet das Korallenprojekt: "Wir haben vor drei Jahren bis zu 50 Prozent aller Korallen verloren. Das sind hauptsächlich die verzweigten Korallen, wie zum Beispiel Akropora, und ja, wir haben fast die Hälfte dieser Korallen verloren."

Vergleichbar mit einer Baumschule, werden aus dem Wasser gefischte Korallenfragmente in Becken mit gleichbleibender Wassertemperatur gehegt und gepflegt. In der Regel nach einem Jahr werden die neu zum Leben erweckten Korallen an speziellen Konstruktionen auf dem Meeresboden ausgewildert. Die Unesco zählt weltweit 29 Korallenriffe zu ihrem Welterbe. Das Meeresprogramm der Unesco geht davon aus, dass die Mehrheit von ihnen ohne globale Maßnahmen gegen die Erderwärmung spätestens bis zum Jahrhundertwechsel aussterben wird.