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Rakka 1,5 Jahre nach der "Befreiung": Leben in Trümmern

Rakka 1,5 Jahre nach der "Befreiung": Leben in Trümmern
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Kinder spielen auf einem Karussell in Rakka, um sie herum Trümmer. Ein bisschen Normalität inmitten des Chaos. Rund anderthalb Jahre ist es her, dass der IS aus Rakka vertrieben wurde. Mehr als 70 Prozent der Stadt wurden beim Kampf gegen die Terrormiliz zerstört.

"Alles andere als sicher"

Die Aufräumarbeiten gehen voran, doch von einem echten Wiederaufbau kann keine Rede sein. Den Menschen fehlt es an allem. Und noch immer sind IS-Schläferzellen in Rakka aktiv.

"Die Stadt ist alles andere als sicher. Immer wieder gibt es Morde und Explosionen. Oft sind die Täter ehemalige IS-Kämpfer", sagt Moafaq, der sein Haus mit eigenen Händen wiederaufbaut.

Abdel kennt wie alle Kinder nichts anderes als den Krieg. Doch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft er nicht verloren. Sein großes Hobby: Fußball. "Es gibt noch viel Gewalt. Aber es wird langsam besser. Sie wollen zum Beispiel wieder mehr Busse für die Stadt organisieren", sagt der Junge.

Ein Mann ist der Meinung, unter dem IS sei das Leben in Rakka ein besseres gewesen: "Wir waren sicherer. Uns wurde weniger gestohlen aus heute."

Geberkonferenz: Den Menschen helfen, ohne Assad zu unterstützen

Die Kosten für den Wiederaufbau ganz Syriens werden auf rund 400 Milliarden Dollar geschätzt. Rund elf Millionen Menschen im Land sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Wie diese besser koordiniert werden kann und am Ende wirklich bei den Menschen und nicht der Assad-Regierung ankommt, wird derzeit auf einer Geberkonferenz in Brüssel diskutiert.