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Algerien: Proteste immer größer

Algerien: Proteste immer größer
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Dass Präsident Abdelaziz Bouteflika auf eine abermalige Kandidatur und damit eine mögliche fünfte Amtszeit verzichtet hat, hat die Lage in Algerien nicht beruhigt. An diesem Freitag gab es Beobachtern zufolge die bislang größten Demonstrationen seit dem Beginn der Proteste im Februar. Die Menschen wollen einen sofortigen Rücktritt Bouteflikas und seiner Mitstreiter.

„Ich bin hier mit dem ganzen algerischen Volk, um diese Bande aufzufordern, zu verschwinden. Wir wollen diese alten Gesichter nicht mehr, sondern frische. Wir wollen ein neues Algerien, eine gerechte Republik. Wir brauchen neue Gesichter“, so ein Demonstrant.

Am Montag war Noureddine Bedoui als neuer Ministerpräsident nominiert worden, nachdem Vorgänger Ahmed Ouyahia zurückgetreten war.

„Diese Regierung wird alle Kräfte in diesem Land vertreten, insbesondere die jungen Männer und Frauen unseres Landes“, kündigte Bedoui an.

Für Skepsis bei vielen Demonstranten sorgt die Tatsache, dass Bedoui als bisheriger Innenminister auch über enge Verbindungen zur Familie Bouteflika verfügt. Der schwerkranke Abdelaziz Bouteflika hatte mit seinem Verzicht auf eine Kandidatur auch die für April angesetzte Wahl auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlich endet seine Amtszeit am 28. April.