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Mali: Milizen töten über 130 Menschen - Regierung kündigt Konsequenzen an

Mali: Milizen töten über 130 Menschen - Regierung kündigt Konsequenzen an
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Einen Tag nach dem Angriff bewaffneter Milizen in Mali hat die Regierung die Auflösung der Gruppe angekündigt, die mutmaßlich für die Attacke verantwortlich ist. Zudem sollen mehrere Chefs in der Armee ausgetauscht werden, wie der Regierungschef nach einem Ministertreffen in Bamako mitteilte.

Die Attacke auf das Dorf Ogossagou am Samstagmorgen war die blutigste in Mali seit über sechs Jahren. Die Angreifer töteten laut UN-Angaben mehr als 130 Menschen. Hinzu kamen Hunderte Fälle von Brandstiftung. Die Regierung schickte eine Delegation in den Ort. Auch die UN kündigte an, eine schnelle Einsatztruppe zu schicken. Die Milizen gehörten vermutlich der Volksgruppe der Dogon an, die sich immer wieder Kämpfe mit anderen Gruppen liefert.

Im Januar waren bei einem Angriff auf ein Dorf in derselben Region 37 Menschen getötet worden. Präsident Ibrahim Keita versprach damals bei einem Besuch vor Ort, das Sicherheitsaufgebot in der Region dauerhaft zu verstärken. Allein im vergangenen Jahr kostete die Gewalt zwischen den unterschiedlichen Volksgruppen laut UN mehr als 500 Zivilisten das Leben.

Die Sicherheitslage in Mali ist zudem durch Angriffe islamistischer Gruppen schlecht. Diese verüben immer wieder Anschläge auf Zivilistinnen und Zivilisten, malische Truppen oder die seit 2013 andauernde UN-Mission, an der sich auch die Bundeswehr beteiligt.

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