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Oppositionschef Guaidó für 15 Jahre für politische Ämter gesperrt

Oppositionschef Guaidó für 15 Jahre für politische Ämter gesperrt
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Der venezolanische Rechnungshof hat dem selbst ernannten Interimsstaatschef Juan Guaidó die Ausübung politischer Ämter für die kommenden 15 Jahre verboten.

Der dem Präsidenten Nicolás Maduro treue Rechnungshof gab an, Guaidó hätte "ihm nicht zustehende öffentliche Aufgaben wahrgenommen" und "Aktionen zum Schaden des venezolanischen Volkes durchgeführt". Zudem gebe es Zweifel an der Rechmäßigkeit seiner Einkünfte.

Es laufen bereits zwei weitere Ermittlungsverfahren gegen den Interimspräsidenten.

Seit mehr als zwei Monaten liefern sich er und Staatschef Maduro einen Machtkampf. Guaidó will Maduro zum Rücktritt zwingen und wird dabei von zahlreichen Staaten wie der USA und Deutschland unterstützt. Russland und China dagegen halten weiterhin zu Maduro.

Russland hatte kürzlich Soldaten in Venezuela stationiert. Die USA sowie jetzt auch Brasilien forderten Russland dazu auf, Venezuela zu verlassen. Russland wies die Forderung jedoch zurück.

Und, obwohl auch das mächtige Militär noch immer Maduro die Treue hält, gibt Guaidó nicht auf. In den kommenden Wochen will er die Menschen im ganzen Land mobilisieren und ruft dafür zu Massendemonstrationen auf.