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Massenproteste im Sudan: Tote und Verletzte

Massenproteste im Sudan: Tote und Verletzte
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Während sich der unter Druck geratene, sudanesische Präsident Omar al-Baschir von jubelnden Anhängern umgeben in der Öffentlichkeit zeigte, sind die regierungskritischen Proteste weitergegangen. Nun forderten die USA, Großbritannien und Norwegen die Regierung auf, den Weg für einen politischen Neuanfang zu ebnen.

Sudan-Experte Eric Reeves meint: "Die Menschen protestieren gegen die chronische Korruption, gegen die Misswirtschaft und gegen die brutale Unterdrückung durch das al-Baschir-Regime, und gegen die Gewalt in Darfur. Es geht nicht nur um die Wirtschaft, sondern um 30 Jahre Tyrannei, und das sudanesische Volk will dieser Tyrannei nun ein Ende setzen."

Seit Samstag haben Sicherheitskräfte bei Demonstrationen mindestens 21 Menschen getötet. Mindestens 150 Demonstranten wurden verletzt. Sudans Innenminister sprach am Montag von fast 2500 Festnahmen.

Al-Baschir, der 1989 mit einem Militärputsch an die Macht kam, steht seit einigen Monaten stark unter Druck. Der Sudan befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise. Ausgelöst durch steigende Preise begannen Sudanesen im Dezember in mehreren großen Städten des Landes, auf die Straße zu gehen und gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung zu protestieren. Die Demonstranten forderten dann aber zunehmend den Rücktritt Al-Baschirs. Dieser rief im Februar wegen der Proteste einen auf ein Jahr befristeten Ausnahmezustand aus und löste die Regierung auf. Im März ernannte er eine neue.