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Sudan: Zugeständnisse des Militärrates sind nicht genug

Sudan: Zugeständnisse des Militärrates sind nicht genug
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REUTERS/Umit Bektas
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Trotz einiger Zugeständnisse ebben die Proteste im Sudan nicht ab. Tausende harrten weiter vor dem Hauptsitz des Militärs in Khartum aus.

Demonstranten fordern Machtübergabe in zivile Hände

Sie fordern die unverzügliche Machtübergabe in zivile Hände. Am Sonntag überreichten sie zudem eine Liste mit mit Forderungen an den Militärrat. Dieser hatte am Donnerstag Langzeitpräsident Omar Al-Baschir abgesetzt.

Eine der Demonstranten erklärt: "Die Regierung ist gestürzt, aber wir warten darauf, dass unsere Forderungen erfüllt werden. Alle führenden Köpfe des Regimes sollen internationale Verfahren bekommen oder hier im Sudan vor Gericht kommen, vor unseren Augen."

Zugeständnisse des Militärrates: Nicht genug

Der neue Präsident des Militärrates, Generalleutnant Abdel Fattah Burhan hat in einer Fernsehansprache unter anderem angekündigt, das alte System "entwurzeln" zu wollen, Menschenrechte zu respektieren und die nächtliche Ausgangssperre aufzuheben. Zudem hatte er den Rücktritt des Leiters des bei der Bevölkerung gefürchteten nationalen Sicherheitsdienstes NISS, Abdallah Gusch, bekannt geben.

Am Sonntag war der Militärrat mit Mitgliedern der Opposition zusammengekommen, und hatte Zugeständnisse gemacht. Für die Übergangsregierung solle sich die Opposition auf einen unabhängigen Kandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten verständigen.

Das Gewerkschaftsbünnis SPA, das die Proteste anführt, erklärte nach Gesprächen mit dem Militärrat, dass der Rat keine "keine der Forderungen des Volkes erfüllt hat" und kündigte eine Fortsetzung der Proteste an.