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Sabotage gegen Öl-Tanker - Interview mit Anwar Gargash

Sabotage gegen Öl-Tanker - Interview mit Anwar Gargash
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Nach Berichten über Sabotageakte gegen Handelsschiffe der Vereinigten Arabischen Emirate wachsen die Spannungen in der Region.

Dazu Euronews Korrespondentin Rebecca Laughlin-Eastham im Gespräch mit Anwar Gargash, Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten:

"Die brennende Frage ist, wer für die Angriffe auf die Tanker verantwortlich ist. Die USA haben nicht gezögert, mit dem Finger auf den Iran zu zeigen. Aber die Ermittlungen dauern an. Was vermuten sie"?

"Wir führen gerade eine Untersuchung durch. Wir haben französische Hilfe und wir haben die Hilfe der USA. Sie arbeiten zusammen mit unseren nationalen Behörden. Ich möchte nicht darüber spekulieren, da die Ereignisse zu einem sehr heiklen Zeitpunkt passiert sind. Das wäre unklug. Ich denke, wichtig ist Deeskalation. Wir müssen die aktuelle Situation mit viel Weisheit betrachten und Vorsicht walten lassen. Die Untersuchungen werden Klarheit bringen. Ich denke, in den nächsten Tagen wird wir Ergebnisse veröffentlichen können".

"Die USA wollen keinen Krieg, aber sie haben Kriegsschiffe am Golf stationiert. Was sagt uns das"?

"Es gibt eine Menge Aussagen und Gegenaussagen. Wenn man sich die Fülle der iranischen Äußerungen ansieht, die sich im Grunde genommen widersprechen, sind diese für die Vereinigten Arabischen Emirate nicht hilfreich. Wir müssen versuchen, damit zurechtzukommen und objektiv und rational mit der aktuellen Situation umgehen. Niemand will Krieg, aber wir müssen auch Position beziehen. Wir sind da, wo wir sind, und zwar durch das Verhalten des Irans. Der Iran spielt die Rolle des Tyrannen, der sich in die arabischen Angelegenheiten einmischt. Sie wollen nicht zugeben, dass ihr Verhalten zu den Sanktionen geführt hat mit denen sie nun umgehen müssen".

Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wächst nach den angeblichen Sabotageakten, die Furcht vor einer militärischen Auseinandersetzung.