Eilmeldung

Eilmeldung

Nach "GozNym-Attacke": Europol hebt Cyber-Gang aus

Nach "GozNym-Attacke": Europol hebt Cyber-Gang aus
Schriftgrösse Aa Aa

Europol und das US-Justizministerium haben mithilfe mehrerer Partnerländer ein Betrüger-Netzwerk im Internet ausgehoben. Die Cyber-Gang soll mit der Schadsoftware "GozNym" Zugang zu Online-Banking-Konten von Privatpersonen und Unternehmen erlangt und dabei gut 100 Millionen Dollar erbeutet haben.

Die Ermittler sprechen von mehr als 40.000 Opfern weltweit. Zehn Drahtzieher des Netzwerks wurde bereits vor einem US-Gericht in Pittsburgh angeklagt. Die Details der Operation wurden an diesem Donnerstag im Sitz der Europäischen Polizeibehörde Europol in Den Haag bekannt gegeben.

Scott W. Brady, US-Staatsanwalt: "Wir fanden heraus, dass GozNym ein hochgradig strukturiertes Netzwerk für organisierte Kriminalität war. Jeder der Angeklagten übernahm eine spezifische Rolle und brachte die dafür nötigen Fähigkeit in das Verschwörungnetzwerk ein".

Die Cyber-Gang hackte Online-Konten offenbar im Auftrag anderer. Die Mitglieder der Gruppe bewarben ihre kriminellen Dienste in russischsprachigen Online-Foren.

Gegen den Anführer des Netzwerks wird in Georgien ermittelt. Weitere Mitglieder der Bande werden in Moldawien und der Ukraine angeklagt. Fünf in den USA angeklagte Russen sind noch auf freiem Fuß. Laut Europol handelt es sich um die umfangreichste, jemals durchgeführte grenzüberschreitende Ermittlung gegen ein derartiges Cyberkriminellen-Netzwerk. Beteiligt waren neben den USA Bulgarien, Deutschland, Georgien, Moldawien und die Ukraine.