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Mehr Soldaten, mehr Waffen: Droh-Eskalation USA-Iran schürt Kriegsangst

Mehr Soldaten, mehr Waffen: Droh-Eskalation USA-Iran schürt Kriegsangst
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Nach der Ankündigung der USA, rund 1.500 weitere Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden - zum Schutz von bereits in der Region stationierten Truppen – und Waffen an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien zu liefern, wächst dort die Angst vor einem Krieg. Ein Flugzeugträger und eine Bomberstaffel waren kürzlich bereits entsandt worden. Die USA beschuldigen die Revolutionsgarden des Irans, hinter den Tankerangriffen dieses Monats im Persischen Golf zu stecken- was der Iran abstreitet.

Vor einem Jahr waren die USA aus dem Nuklearabkommen mit dem Iran ausgestiegen.

In Syrien haben iranische Truppen und verbündete schiitische Milizen Krieg geführt, um den Diktator Baschar al-Assad an der Macht zu halten. Im Jemen haben Iraner die schiitischen Huthi-Milizen gegen die international anerkannte Regierung des Landes aufgerüstet, die von Saudi-Arabien mit Luftangriffen unterstützt wird. Im Irak haben vom Iran ausgebildete schiitische Kampftruppen starken Einfluss auf die Politik.

Im Irak haben tausende mit Sitzstreiks gegen die Eskalation protestiert. Ihr Land dürfe nicht das Schlachtfeld zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran werden.

Kürzlich war eine Rakete in Bagdads befestigter grünen Zone eingeschlagen, unweit der US-Botschaft. Es wurden keine Verletzungen gemeldet und keine Gruppe übernahm die Verantwortung.

In der vergangenen Woche haben die USA angekündigt, nicht unbedingt notwendiges diplomatisches Personal aus dem Irak abzuziehen.

MEHR WAFFEN

Die US-Regierung führt die Spannungen mit dem Iran als Begründung an, um am Kongress vorbei 22 Waffenlieferungen an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Jordanien in Gang zu setzen. US-Außenminister Mike Pompeo sagte, er greife mit Blick auf die Krise mit dem Iran zu einer Ausnahmeklausel, um diese Exporte im Umfang von rund acht Milliarden Dollar (rund 7,2 Mrd Euro) sofort zu ermöglichen.

Üblicherweise hat der Kongress Mitspracherecht bei Waffenexporten und kann diese auch blockieren. Besonders Waffenlieferungen an Saudi-Arabien sind im US-Kongress umstritten.

Die Regierung des Iran hat abgestritten, mit den jüngsten rätselhaften Angriffen auf Tanker etwas zu tun zu haben. Auch bestreiten die Iraner, im Irak Aktionen gegen US-Soldaten geplant zu haben. Auf entsprechende Meldungen hin hatte auch die Bundeswehr ihre Ausbildungsmission im Irak ausgesetzt.

su