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Gespaltenes Hebron: Zusammenleben unmöglich

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Hebron (Karte): Palästinenser und israelische Siedler eng aufeinander. H2 wird die Zone genannt, in der 800 israelische Siedler unter 40.000 Palästinensern leben und .... es geht nicht gut.

Eine Palästinenserin in einer Art Drahtkäfig: "Trotz Zaun werfen sie Steine, die Siedler. Da stehen sie und werfen Steine aufs Haus."

Israel hat in Hebron sogenannte Pufferzonen eingerichtet, damit Palästinenser und Israelis nicht so eng aufeinander sitzen. Dadurch sieht Hebron an bestimmten Orten aus wie eine Geisterstadt.

Achiya Schatz von der Organisation "Breaking the Silence" sagt: "Das hier war einmal die Fifth Avenue von Hebron. Jetzt ist sie leer. Aus Sicherheitsgründen. Damit die Siedlungspolitik weitergehen kann. Die Siedler sind da, wo sie nicht hingehören. Die Armee kommt und sichert sie ab."

Täglich gibt es Spannungen in Hebron zwischen Siedlern und Palästinensern. Doch es gibt auch Stimmen, die zum Frieden mahnen. Palästinenser Izzat Karaki meint: "Erste Intifada, zweite Intifada, da waren die meisten Palästinenser für Gewalt, aber wir versuchen das zu ändern. Wir versuchen die Menschen davon zu überzeugen, dass sie ohne Gewalt weiterkommen."

Auch auf die Siedler werden Steine geworfen. In den vergangenen zehn Jahren töteten Palästinenser 60 israelische Zivilisten im Westjordanland. Die israelischen Streitkräfte töteten etwa 400 Palästinenser. Noam Arnon von der jüdischen Gemeinde Hebron sagt: "Wir verurteilen Gewalt. Wir sind gegen Gewalt. Aber was einfach nicht geht, ist, Juden hier in diesem Ghetto leben zu lassen, und dann werden sie von Terroristen angegriffen und es wird auf sie geschossen."

AID ZONE: Verpassen Sie nicht Monica Pinnas Bericht aus Hebron "Kinder und Bildung unter Beschuss". Demnächst in Aid Zone auf Euronews.

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