Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Deutsche Bierfässer geraten in Handelskrieg USA-China

Deutsche Bierfässer geraten in Handelskrieg USA-China
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Das jüngste Scharmützel im Handelskrieg zwischen den USA und China trifft auch deutsche Hersteller – von Bierfässern. Exporteure von Bierfässern aus rostfreiem Stahl aus Deutschland, Mexiko und China hätten die Produkte zu Dumpingpreisen in den Vereinigten Staaten verkauft, begründete das amerikanische Handelsministerium den Schritt.

Künftig werde auf chinesische Produkte ein Zoll von bis zu knapp 80 Prozent erhoben. Für Produkte aus Deutschland liege der Aufschlag bei 8,61 Prozent, für mexikanische Fässer bei 18,48 Prozent.

Diese Runde trifft auch Matratzen aus China, die künftig mit einem Strafzoll von bis zu 1.732 Prozent belegt werden. Die Unterstützung hatten mehrere amerikanische Firmen beantragt, unter anderem der Fass-Produzent American Keg.

Seit mehr als einem Jahr schaukelt sich der Handelskonflikt der beiden größten Volkswirtschaften der Welt hoch. Zuletzt hatte die amerikanische Regierung den chinesischen Konzern Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt und damit den Zugang zu amerikanischer Technologie massiv erschwert. China droht nun, die Ausfuhr Seltener Erden zu beschränken, die für Elektronik-Produkte benötigt

werden – China dominiert diesen Markt, von den in die USA importierten Seltenen Erden kommen rund 80 Prozent von dort. China will auch die Zusammenarbeit mit Russland verstärken. Der von Amerika vorsätzlich ausgelöste Handelskonflikt sei „reiner Wirtschaftsterrorismus“, sagte der stellvertretende chinesische Außenminister Zhang Hanhui. Der Handelsstreit werde der Weltwirtschaft sehr schaden, jeder sei ein Verlierer. “Wir sind gegen einen Handelskrieg, aber wir haben keine Angst vor einem Handelskrieg."

Die Zuspitzung erhöht die Sorgen vor einer Rezession in der Weltwirtschaft und belastet die Finanzmärkte rund um den Globus.

su