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Schiffsunglück in Budapest: Polizei verhaftet Kapitän

Schiffsunglück in Budapest: Polizei verhaftet Kapitän
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Nach dem Zusammenstoß eines Ausflugsboots mit einem Kreuzfahrtschiff auf der Donau in Budapest ist der Kapitän des Kreuzfahrtdampfers laut Polizeiangaben vorübergehend verhaftet worden. Dem 64-jährigen Ukrainer wird demnach grobe Fahrlässigkeit mit massenhafter Todesfolge vorgeworfen.

Von den 35 Insassen des Ausflugsboots "Hableany" konnten sieben Passagiere gerettet werden, wie der ungarische Gesundheitsminister Miklos Kasler mitteilte. Die Verletzten seien in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert worden. Vier PatientInnen wurden bereits entlassen. Der Zustand der übrigen Geretteten sei stabil.

Mehr als 24 Stunden nach dem Unglück schwindet die Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. Bisher wurden sieben Tote geborgen. 19 Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder, der Kapitän und ein Matrose, werden laut ungarischen Behörden weiterhin vermisst. Wegen der starken Strömung und der geringen Wassertemperatur gebe es nur wenig Überlebenschancen, so ein Sprecher der Rettungskräfte.

Nach Angaben des ungarischen Außenministeriums waren alle 33 Passagiere an Bord südkoreanische Touristen sowie deren Reiseführer, darunter mindestens ein Kind. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der Donau haben ExpertInnen laut ungarischen Medien schon länger damit gerechnet, dass es zu einem Unfall mit einem Kreuzfahrtdampfer kommen könnte.

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