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Nach 7 Stunden: Ausflugsschiff "Hableany" geborgen

Nach 7 Stunden: Ausflugsschiff "Hableany" geborgen
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Fast zwei Wochen nach dem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest ist das Wrack des Ausflugsboots "Hableany" geborgen worden. Die Sicherstellung war durch die starke Strömung und eine schlechte Sicht erschwert worden. Der Wasserstand der Donau war sehr hoch und ebbte erst in den letzten Tagen ab. "Es hat mehr als sieben Stunden gedauert, bis die Einsatzkräfte die "Hableany" angehoben und gesichert hatten", erklärt euronews-Reporter Gabor Kiss. "Sie hievten das Schiff mit Hilfe eines Schwimmkrans auf ein anderes Schiff und werden es in einen Hafen bringen, wo es von der Polizei gründlich durchsucht wird."

Im Laufe der Bergung der "Hableany" wurden vier weitere Leichen geborgen, darunter die des Kapitäns. Neben ihm und einem weiteren Besatzungsmitglied befand sich eine 33-köpfige südkoreanische Reisetruppe an Bord. Sieben Passagiere konnten unmittelbar nach dem Unglück gerettet werden. 24 Menschen wurden tot geborgen. Vier weitere werden vermisst, aber für sie besteht keine Hoffnung mehr.

Die Bergung des Wracks wurde durch Spezialtaucher unterstützt. Um das Schiff an Land zu holen, musste Wasser aus dem Innern abgepumpt werden. Zoltan Papp war als Taucher an den Arbeiten beteiligt: "Es gab Tage, an denen man 50 Zentimeter weit sehen konnte, an anderen nur zehn Zentimeter. Es war wie, wenn man sich in einem heftigen Schneesturm befindet oder im Nebel und ein starkes Licht an- und ausgemacht wird und man gar nichts sehen kann. So dick war das Wasser."

Die "Hableany" war am 29. Mai mit einem Kreuzfahrtschiff zusammengestoßen. Sie kenterte und sank innerhalb von Sekunden auf den Boden der Donau. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs wurde verhaftet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Gefährdung des Wasserverkehrs mit massenhafter Todesfolge vor.

Die Suche nach den vier Vermissten hält an.