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Schweizerinnen streiken für „mehr Zeit, mehr Geld, mehr Respekt"

Schweizerinnen streiken für „mehr Zeit, mehr Geld, mehr Respekt"
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„Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Respekt" wollen Frauen in der Schweiz an diesem Freitag, 14. Juni, fordern - 28 Jahre nach einem ersten landesweiten Frauenstreik. Gewerkschaften haben die Schweizerinnen zum neuen Streik aufgerufen.

1991 hatten Frauen während eines Sit-Ins im Herzen des ZürcherFinanzviertels die Straßenbahnen blockiert und sich mit lila Luftballons und Transparenten vor Schulen und Krankenhäuser gestellt und sich in den Städten versammelt. Ihr Anlass: Zehn Jahre zuvor war die Gleichstellung der Geschlechter in der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft verankert worden. 2019 geht es immer noch um wirtschaftliche Diskriminierung.

Adèle Thorens Goumaz, Grüne Partei der Schweiz:

"Als Politikerin möchte ich ein Thema hervorheben, das für mich sehr wichtig ist, weil es dem entspricht, was ich erlebt habe: die Unterrepräsentation von Frauen in Machtstrukturen, sei es in der Politik, sei es auch im wirtschaftlichen Bereich und in allen anderen Bereichen unserer Gesellschaft, in denen wichtige Entscheidungen getroffen werden. "

LAUT GENDER GAP REPORT ZURÜCKGEFALLEN

Die Schweiz ist in Sachen Gleichstellung laut dem aktuellen «Gender Gap Report» international in wenigen Jahren vom 8. Auf den 20. Rang zurückgefallen - hinter Nicaragua, Ruanda und Namibia.

Die Snowboarderin und FilmemacherinAnne-Flor Marxer erzählt aus dem Nähkästchen:

"Als ich als professionelle Snowboarderin anfing, durften Frauen nicht bei Slopestyle-Wettkämpfen (Hindernisparcours) mitmachen. Männer hatten entschieden, dass dies für Frauen zu gefährlich ist. Und noch heute bekommen bei Freeride-Wettkämpfen im Tiefschnee die ersten Männer 8.000 Dollar, die erste Snowboarderin am selben Tag 4.000 Dollar für denselben Wettkampf auf demselben Berg - es bleibt noch so viel zu tun, um die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen."

su