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Zum Schutz des Meeres: 200 Euro für Plastikfischen

Zum Schutz des Meeres: 200 Euro für Plastikfischen
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REUTERS/Jorge Silva
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Es ist ein ambitioniertes Projekt, das die Organisation "Enaleia" im letzten Jahr gestartet hat: Griechische Fischer bekommen pro Monat 200 Euro für den Müll, den sie in ihren Netzen finden. Ein Anreiz, Flaschen, Plastiktüten und Kanister nicht wieder zurück ins Meer zu werfen, sondern zum Recyceln an Land zu bringen. Hinter der Idee stecken "Enaleia"-Gründer Lefteris Arapakis und sein Team. Sie wurden letzten Monat vom Umweltfachbereich der Vereinten Nationen zu den "Young Champions of the Earth" gekürt.

"Wir haben eine Cola-Dose mit einer sehr seltsamen Farbe aus dem Wasser geholt", so Arapakis. "Ich sah, dass sie 1987 abgelaufen war. Dieses Ding war 30 Jahre lang im Meer. Aber nicht nur das schockierte mich, sondern auch, dass der Fischer sie zurück ins Meer warf. Er sagte zu mir, dass er nicht dafür bezahlt werde, Abfälle zu fangen, sondern Fisch."

Einige Fischer haben sich bereits umgestellt.

Viele Tonnen Plastikmüll

"Selbst wenn sie nur für das Geld damit anfangen - und das sind nicht viele - im Laufe der Zeit werden sie Gefallen daran finden", sagt Arapakis. "Ein Kapitän erzählte mir, dass er seine Plastik-Kaffeetasse früher immer ins Meer warf. Jetzt wirft er sie in den Mülleimer. Und ich erinnerte ihn daran, dass die alten Zeiten gar nicht so lange her sind - gerade mal sechs Monate."

Jeden Monat werden Tonnen Plastikmüll und alte Netze aus dem Meer rund um Griechenland gefischt. "Enaleia" hat laut Lefteris Arapakis auch einen Plan für die Wiederverwertung:

"Netze, Seile und mehr schicken wir zum Recyclen ins Ausland. Dort werden daraus Socken, Badeanzüge und andere nützliche Dinge. Plastik, Dosen und andere Abfälle kommen in eine Recyclinganlage, die wir von einer eigens dafür zertifizierten Firma haben bauen lassen."

Das Meer ist unser Leben

Aber wie kann der Plastikmüll weltweit in den Meeren reduziert werden?

"Es muss mehr Zusammenarbeit geben", so Arapakis. "Die Menschen müssen aufhören, Plastik einfach so in der Natur zu entsorgen. Die Unternehmen sollten aufhören, immer mehr auf Plastik als Material zu setzen und die Regierungen müssen dabei helfen."

Das Projekt motiviert die Fischer. Sie wissen, dass es ihnen nicht nur wegen des Geldes zugute kommt.

Christos Panagiotou ist Fischer und arbeitet mit "Enaleia" zusammen:

"Wir müssen weitermachen. All dieser Müll im Meer - Flaschen, Taschen, Plakate aller Art, sogar Motorräder und Fahrräder. Das Meer ist unser Leben."