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234 Festnahmen: Behörden gehen weltweit gegen Dopinghandel vor

234 Festnahmen: Behörden gehen weltweit gegen Dopinghandel vor
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Internationale Strafverfolgungsbehörden sind im Rahmen des bislang größten Einsatzes dieser Art gegen Hersteller und Händler von Dopingmitteln vorgegangen.

33 Länder, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, beteiligten sich ebenso wie internationale Stellen, darunter die Welt-Anti-Doping-Agentur und die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF, an den Maßnahmen.

Nach Angaben von Europol wurden 3,8 Millionen Dopingmittel und gefälschte Medikamente sowie 24 Tonnen Steroidpulver beschlagnahmt, die Ermittler hoben in unterschiedlichen europäischen Ländern neun versteckte Dopingküchen aus, enttarnten 17 Banden und nahmen 234 Verdächtige fest.

„In den vergangenen 20 Jahren hat der weltweite Handel mit Anabolika deutlich zugenommen. Der Handel mit Dopingsubstanzen ist in der Regel dezentral und verändert sich schnell. Er ist offen für jeden, der bereit ist, online zu bestellen oder in Produktionsländer zu reisen und die Stoffe in großen Mengen bei zugelassenen Herstellern zu kaufen“, berichtet Europol.

Antidoping Schweiz betonte, mit den Bundesbehörden in Kontakt zu stehen, „um abzuklären, ob es Verbindungen zu Personen im Schweizer Sport gibt und diesbezüglich allenfalls Massnahmen eingeleitet werden müssen.“ Weiter heißt es in der Stellungnahme von Antidoping Schweiz: „Der Handel mit Dopingmitteln ist ein hoch rentables Geschäft, das oft grenzüberschreitend betrieben wird. Der Konsum dürfte insbesondere im Bereich Fitness und Bodybuilding sehr verbreitet sein. Dies ist deshalb besorgniserregend, weil die gesundheitlichen Folgen gravierend sein können. Dies einerseits, wegen der bekannten Nebenwirkungen der Substanzen, andererseits aufgrund von oft mangelhaften hygienischen Herstellungsbedingungen. Aus diesen Gründen ist es von grosser Bedeutung, dass die Möglichkeiten der Strafverfolgungsbehörden gegen Doping ausgeschöpft werden."

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