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Von der Leyen wirbt im EU-Parlament um Unterstützung

Von der Leyen wirbt im EU-Parlament um Unterstützung
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Die Frau der Stunde, Ursula von der Leyen, Kandidatin für das Amt der Eu-Kommissionspräsidentin.

Sie war einer Mission, und das bedeutete: keine Zeit für die Fragen von Euronews.

Von der Leyens Publikum an diesem Tag war nicht die Öffentlichkeit, sondern waren, fraktionsweise, die Abgeordneten des Europäischen Parlaments.

Denn die entscheiden nächste Woche über ihre Berufung.

Unter den Sozialisten waren viele enttäuscht und unbeeindruckt.

Beim Thema Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn, der Domäne des sozialdemokratischen Spitzenkandidaten Frans Timmermans, sei ihr nicht viel eingefallen, meint der britische Abgeordnete Claude Moraes.

Auf entsprechende Fragen habe sie nur oberflächlich geantwortet.

Den Liberalen versprach von der Leyen, Europa bis 2050 schadstoffneutral zu machen und eine Kommission zu 50 Prozent aus Frauen zu haben.

Doch die liberale Fraktion wollte mehr.

Die liberale Zustimmung sei alles andere als abgemacht, so Fraktionschef Dacian Ciolos.

Es habe heute positive Botschaften gegeben, aber nächste Woche müssten daraus knallharte Verpflichtungen werden.

Um die absolute Mehrheit von 376 Stimmen zu erreichen, braucht von der Leyen möglicherweise die Stimmen der Grünen. Doch die zierten sich.

Von der Leyen sei unter Umgehung des Spitzenkandidaten-Verfahrens aus dem Hut gezaubert worden, sagt die britische Abgeordnete Molly Scott Cato.

Niemand kenne sie, sie komme von außerhalb der europäischen Institutionen.

Von Bürgernähe können keine Rede sein, aber genau die sei den Grünen wichtig.

Einige Gruppen mussten ohne eine Audienz mit Ursula auskommen, ihrse Stimmen werden nicht gebraucht.

Das heiße offenbar für die Europäische Linke, dass unsere Politik zu Migration und Klimawandel abgelehnt werde, sagt die Portugiesin Marisa Matias.

Am Ende eines langen Tages dann von der Leyens Worte an die Öffentlichkeit:

Es gehe um Europas Antworten zur Schaffung von Arbeitsplätzen, Perspektiven, Stabilität und Sicherheit.

In den nächsten fünf Jahren müsse es ein starkes und geeintes Europa geben, das seine Rolle in Europa annehme, so von der Leyen.

Ob die Parlamentarier überzeugt waren, erfährt Europa nächste Woche.