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Madrid Nuevo Norte: Ein neuer Stadtteil entsteht

Madrid Nuevo Norte: Ein neuer Stadtteil entsteht
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Ausnahmsweise herrschte im Stadtrat von Madrid einmal Einigkeit über die Parteigrenzen hinaus. Die Abgeordneten stimmten für die Umsetzung eines Großbauprojektes, das dem Norden der spanischen Hauptstadt ein neues Gesicht geben soll. Madrid Nuevo Norte, der neue Norden, heißt der Stadtteil, der unter anderem auf dem bisherigen Gelände des Bahnhofes Chamartín entstehen soll. 5,6 Kilometer lang und einen Kilometer breit ist die zu gestaltende Fläche. 10.500 Wohnhäuser sollen gebaut werden - und zahlreiche Bürogebäude, darunter ein Wolkenkratzer, der alle bisherigen Madrider Türme überragen soll.

Technisch und rechtlich sei das Vorhaben komplex, so Stadtplaner Mariano Fuentes, aber der Startschuss für den Bau sei gegeben.

Grünflächen und öffentliche Sportanlagen sollen dafür sorgen, dass Madrids Neuer Norden ein sportlicher Stadtteil wird. Mit sieben Milliarden Euro werden derzeit die Kosten für das Bauprojekt angegeben, innerhalb der nächsten beiden Jahre sollen die Bagger anrollen und mit der Umwandlung der Fläche beginnen. Allerdings wird es dann wohl noch gut zehn Jahre dauern, ehe die Gebäude hochgezogen werden.

„Es ist eine tolle Gelegenheit, die Stadt neu zu überdenken und die Stadt der Zukunft zu planen“, sagt Belén Hermida, Dekanin der Madrider Architekturhochschule, über das Milliardenvorhaben.

130.000 Arbeitsplätze sollen in Madrid Neuem Norden geschaffen werden. Damit der neue Stadtteil überhaupt entstehen kann, werden unter anderem Straßen, die zum Bahnhof Chamartín führen, und Schienen unter die Erde verlegt. Überbaut werden sollen Teile der Gleisanlagen unter anderem mit einem 13 Hektar großen Park. Umweltverbände und Bürgervereine sind gegen das Projekt. Sie befürchten eine deutliche Zunahme des Autoverkehrs.

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