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Jemen: Abkommen zwischen UN und Huthi

Jemen: Abkommen zwischen UN und Huthi
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Das Welternährungsprogramm (WFP) und die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen haben sich darauf geeinigt, die teilweise Aussetzung von Hilfslieferungen wieder aufzunehmen. Beide Seiten erklärten, sie hofften, dass die Vereinbarung bald umgesetzt werden kann.

Die UN-Organisation hatte ihre humanitäre Hilfe am 20. Juni teilweise eingestellt. Nur unterernährte Kinder, schwangere und stillende Mütter wurden weiter versorgt. Die Lebensmittel wären von Rebellen abgezweigt worden und hätten die bedürftigen Zivilisten in den kriegszerstörten Gebieten nicht erreicht. Rund 850.000 Menschen sind von dem Hilfsstopp betroffen.

Das Abkommen sieht die Registrierung von Zivilisten in einer biometrischen Datenbank vor, um eine effektive Verteilung von Hilfsgütern zu gewährleisten.

Nachdem sie die jemenitische Regierung Ende 2014 verdrängt hatte, kontrolliert die Huthi-Bewegung mit Unterstützung des Irans die Hauptstadt Sanaa, während der Süden des Landes unter der Führung Saudi-Arabiens von den Sunniten kontrolliert wird.

Der Konflikt im Jemen hat Zehntausende Menschen, vor allem Zivilisten, getötet: Nach Angaben der UNO sind mehr als 3 Millionen Menschen vertrieben worden. 80 Prozent der Bevölkerung benötigen Hilfe.