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Größte Elektro-Fähre der Welt ist gestartet

Ellen ist die weltweit größte elektrische Fähre
Ellen ist die weltweit größte elektrische Fähre -
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Leclanché
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Die größte vollelektrische Fähre der Welt hat vergangene Woche ihre erste Reise mit Passagieren in Dänemark beendet.

Die Ellen segelte zwischen den süddänischen Häfen Fynshav und Søby, auf der Insel Aero.

Die E-Fähre kann 30 Fahrzeuge und 200 Passagiere befördern und wird von einer Batterie "mit einer beispiellosen Kapazität" von 4,3 MWh betrieben, so der Schweizer Batteriehersteller Lechanché, der das System geliefert hat.

"Innerhalb eines Jahres wird sie die Freisetzung von 2000 Tonnen CO2, 42 Tonnen NOx (Stickoxid), 2,5 Tonnen Partikel und 1,4 Tonnen SO2 (Schwefeldioxid) in die Atmosphäre verhindern", sagte Lechanché CEO Anil Srivastava in einer Erklärung.

Der Verkehrsleiter von Aero, Keld M. Moller, sagte: "Ich freue mich, den Passagieren eine außerordentlich angenehme Fahrt ohne Lärm, Vibrationen und Dieselabgase bieten zu können".

Das Schiff kann bis zu 22 Seemeilen zwischen den Ladungen zurücklegen - siebenmal so weit wie eine E-Fähre bisher kam. Jetzt muss die Ellen beweisen, dass sie bis zu sieben Hin- und Rückfahrten pro Tag schaffen kann.

Die Europäische Union, die das Projekt unterstützt hat, will bis 2030 mindestens 100 dieser Fähren in Einsatz bringen.

Die Einweihung der Ellen erfolgt nur zwei Monate nachdem die neue dänische sozialdemokratische Regierung das Emissionsminderungsziel des Landes von 40 Prozent auf 70 Prozent gegenüber 1990 angehoben hat und damit eine der ambitioniertesten Umweltpolitiken der Welt verfolgt.

Eine globale Obergrenze von 0,5 Prozent für Schwefel in Schiffskraftstoffen wird ebenfalls im Jahr 2020 in Kraft treten.

Darüber hinaus fordert die im vergangenen Jahr angenommene Strategie der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation, dass die Gasemissionen von Schiffen so schnell wie möglich ihren Höhepunkt erreichen und bis 2050 um mindestens 50 Prozent gegenüber 2008 sinken.

Die EU hat gefordert, dass die Strategie, die 2023 überarbeitet werden soll, mit ehrgeizigeren Emissionsreduktionen von 70 Prozent bis 100 Prozent bis 2050 verstärkt wird.