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Klimafreundlich? Virgin-Gründer Branson will Kreuzfahrtlinie starten

Klimafreundlich? Virgin-Gründer Branson will Kreuzfahrtlinie starten
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Reuters
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Der Unternehmer Richard Branson hat auf der Londoner Modewoche die Uniformen für das Personal seines geplanten Kreuzfahrtschiffs "Scarlet Lady" vorgestellt. Die Kleidung besteht laut Branson und Designer Gareth Pugh zum Teil aus recycelten Materialien. Die Ballons, die bei der Präsentation in die Luft geschickt wurden, seien biologisch abbaubar.

Branson startet erstmals eine Kreuzfahrtlinie. Der Luftfahrt- und Weltraumtourismusunternehmer engagiert sich laut eigenen Angaben dafür, die schmutzigen Industrien klimafreundlicher zu machen. So nehme er an der Weltklimawoche in den USA teil, um Regierungen dazuzubewegen, härtere Klimavorschriften für Unternehmen zu verhängen, so Branson in London.

Kritikerinnen und Kritiker werfen ihm jedoch Greenwashing vor. Der Brite gründete millionenschwere Initiativen wie die "Virgin Earth Challenge" zur Entwicklung einer Technik zum Abbau von Treibhausgasen, hat zusammen mit der indischen Regierung einen Preis zur Entwicklung nachhaltiger Klimaanlagen ausgerufen und engagiert sich für klimafreundlicheren Schiffsverkehr. Er unterstützt zudem die Fridays-for-Future-Bewegung.

Allerdings sei die Suche nach einem nachhaltigen Treibstoff gescheitert, so Greta Thunberg und ihre Mutter in ihrem Buch. Die Globalisierungskritikerin Naomi Klein warf ihm vor, nur einen Bruchteil der angekündigten Milliarden der "Virgin Earth Challenge" tatsächlich investiert zu haben. Zudem befeuere Branson durch den Ausbau seiner Fluglinien und die Schaffung eines Marktes für Weltraumtourismus den Klimawandel.

Auch Kreuzfahrtschiffe gelten als Klimakiller. Branson kündigte ein Plastikverbot an Bord an und lässt laut eigenen Angaben energiesparende Antriebstechniken für seine Kreuzfahrtschiffe entwickeln.

Die "Scarlet Lady" soll ihre Jungfernfahrt im April 2020 in Miami antreten und Platz für fast 4000 Menschen bieten. Ein weiteres Schiff ist in Planung.

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