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Ehemaliger tunesischer Präsident Ben Ali mit 83 Jahren gestorben

Ehemaliger tunesischer Präsident Ben Ali mit 83 Jahren gestorben
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Reuters / Jamal Saidi
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Der frühere tunesische Präsident Zine Abidine Ben Ali ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Saudi-Arabien.

Ben Ali lebte seit 2011 in Saudi-Arabien. Im selben Jahr wurde er in Abwesenheit von einem tunesischen Gericht zu 35 Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich der autokratisch herrschende Präsident unrechtmäßig bereichert hatte. Im Juli 2012 verurteilte ihn ein tunesisches Militärgericht zudem - ebenfalls in Abwesenheit - wegen des Todes mehrerer Demonstranten zu lebenslanger Haft.

Er war 23 Jahre lang an der Macht. Anfang des Jahres 2011 floh er in Folge von Massendemonstrationen nach Saudi-Arabien. Ben Ali war der erste Machthaber, der im Zuge der arabischen Aufstände, auch bekannt als arabischer Frühling, gestürzt wurde. Seitdem lebte er im Exil in Saudi Arabien, wo er jetzt in einem Krankenhaus verstarb. Über das Leben seiner Familie im Exil drang kaum etwas in die Öffentlichkeit.

Tunesien war nach Ben Alis Sturz das einzige Land in der Region, das den Übergang in die Demokratie schaffte. Gleichwohl wurden bei der Präsidentenwahl am vergangenen Sonntag die etablierten Parteien abgestraft. Das neue Staatsoberhaupt wird nun in einer Stichwahl zwischen einem Juristen und einem derzeit inhaftierten Medienunternehmer ermittelt.

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