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"Es reicht, Sisi!": Erneut Unruhen in Ägypten

"Es reicht, Sisi!": Erneut Unruhen in Ägypten
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Eine Woche nach den Protesten gegen Präsident Abdel Fattah al-Sisi kommt es in Ägypten erneut zu Unruhen. Mit einem massiven Polizeiaufgebot und Straßenblockaden versuchen die Behörden, Demonstrationen zu verhindern.

Teile der Hauptstadt gesperrt

Der Tahrir-Platz in Kairo wurde umstellt, mehrere U-Bahn-Stationen geschlossen. Kleinere Kundgebungen wurden gewaltsam niedergeschlagen. Derweil geht die Verhaftungswelle weiter. Landesweit wurden seit vergangener Woche 2.000 Menschen festgenommen, darunter mehrere Journalisten.

Die Vereinten Nationen fordern ihre Freilassung. Präsident al-Sisi müsse seine Einstellung zu den Protesten „radikal ändern.“ Ins Rollen gebracht hatte sie der im spanischen Exil lebende ägyptische Bauunternehmer und Schauspieler Mohamed Ali. Er wirft al-Sisi und der Armee Korruption vor. Der Protestführer hat auf Arabisch den Hashtag "Es reicht, Sisi" geprägt, der seither in den sozialen Medien zirkuliert.

Auch al-Sisi-Unterstützer versammeln sich

Seit al-Sisi 2014 an die Macht kam, hat sich die Menschenrechtslage verschlechtert. Regierungskritiker werden verfolgt, Kundgebungen ohne staatliche Genehmigung sind verboten.

Die Wut wächst, doch das Staatsfernsehen zeigt nur Bilder von Pro-al-Sisi-Demonstranten, die ägyptische Flaggen schwenken und ihren Präsidenten feiern. Kritiker sprechen von reiner Inszenierung. Außerdem würde die Bevölkerung mit Geld und Lebensmitteln bestochen, um Gegenproteste zu verhindern.