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Wegen Explosionen und Doppelmord: Dänemark ordnet Grenzkontrollen an

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Wegen Explosionen und Doppelmord: Dänemark ordnet Grenzkontrollen an
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Die dänische Regierung hat angeordnet, ab Mitte November regelmäßige Kontrollen an der Grenze zu Schweden durchzuführen. Das gilt sowohl für die Öresundbrücke, die Kopenhagen mit Malmö verbindet, als auch Bahnhöfe und mehrere Häfen, in denen aus Schweden kommende Fähren anlegen.

In den vergangenen Monaten hatte es mehrere Explosionen in der dänischen Hauptstadt sowie nahe Kopenhagen einen Doppelmord gegeben. Die Spuren führten der Polizei zufolge jeweils nach Schweden. So sei der Doppelmord von Herlev wahrscheinlich eine Tat gewesen, die der schwedischen Bandenkriminalität zuzuordnen sei, hieß es. Denn bei den beiden Toten handelte es sich um zwei Mitglieder einer Bande aus Schweden. Ein 24-jähriger Schwede wurde festgenommen.

Bei mehreren der Explosionen geht die dänische Polizei davon aus, dass diese mit Auseinandersetzungen im Bandenmilieu zu tun haben.

Der dänische Justizminister Nick Hækkerup erläutert: „Der Einsatz an der Grenze ist ein grundlegendes Element, um die Sicherheit im öffentlichen Raum zu stärken.“ Und Anne Tønnes von der Polizei Kopenhagen sagt: „Aus Polizeisicht ist bei den Grenzkontrollen das Wichtigste, dass wir besser verstehen, was das für ein Verkehr ist, der zwischen Dänemark und Schweden herrscht.“ Es wurde angekündigt, die Zusammenarbeit zwischen den Polizeikräften der beiden Nachbarstaaten zu verbessern.

Die Kontrollen sollen nicht durchgängig, sondern gelegentlich durchgeführt werden. Die Regelung gilt zunächst für ein halbes Jahr. Wer von Dänemark kommend nach Schweden einreist, muss bereits seit 2015 damit rechnen, seinen Personalausweis vorzuzeigen.