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Sitzstreik im Katalonien-Konflikt: Demonstranten verlangen Gespräche

Sitzstreik im Katalonien-Konflikt: Demonstranten verlangen Gespräche
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Nach tagelangen gewaltsamen Protesten im Katalonien-Konflikt haben sich im Zentrum Barcelonas Hunderte Unabhängigkeitsbefürworter zu einem Sitzstreik versammelt. Bei der weitgehend friedlichen Demonstration forderten sie Spaniens amtierenden Ministerpräsidenten Pedro Sánchez zu einem Treffen mit Kataloniens Regionalpräsident Quim Torra auf.

Torra hatte zuvor gegenüber Madrid betont, die jüngsten Unruhen spiegelten nicht den friedlichen Charakter seiner Unabhängigkeitsbewegung wider und seien deshalb auch nicht repräsentativ.

Kein Anschluss unter dieser Nummer

"Radikale Gruppen haben für Szenen gesorgt, die uns äußerst missfallen, die wir ablehnen und verurteilen", so Torra. Weiterhin sagte er: "Ausreden, um sich nicht zusammenzusetzen und miteinander zu reden, zu verhandeln, sind nicht möglich. Sánchez' Verantwortungslosigkeit, nicht ans Telefon zu gehen, wenn der Präsident von Katalonien anruft, ist nicht möglich."

Sánchez war für einen kurzen Aufenthalt in die katalonische Hauptstadt Barcelona gekommen. Er besuchte Polizisten im Krankenhaus, die während der Zusammenstöße mit protestierenden Unabhängigkeitsbefürwortern verletzt worden waren.

Fronten weiter verhärtet

"Aktuell ist es sehr wichtig, Mäßigung seitens der Sicherheitskräfte des Staates walten zu lassen, um das Zusammenleben zu sichern, das gerade in Frage gestellt wird", erklärte Sánchez.

Torra hatte sich offenbar um ein Treffen mit Sánchez bemüht, doch Sánchez war nicht bereit dazu. Er warf Torra vor, seine Pflicht, die öffentlich Sicherheit zu wahren, vernachlässigt zu haben.

Unterdessen rief das "Komitée zur Verteidigung der Republik", das sich für eine Unabhängigkeit Kataloniens einsetzt, zu weiteren Protesten auf. Vornehmlich junge Demonstranten warfen mit Farbe gefüllte Ballons teilweise auf Polizeiwagen.

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