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Ernährungskrise im Niger: Kinder hungern

Mit Unterstützung von The European Commission
Ernährungskrise im Niger: Kinder hungern
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Von Monica Pinna
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In dem westafrikanischen Land sterben jährlich Tausende an den Folgen von Unterernährung.

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Die Kinderstation im Nationalkrankenhaus Zinder ist seltsam ruhig. Die kleinen Patienten bewegen sich nicht viel, viele sind unterernährt. Euronews-Reporterin Monica Pinna berichtet in AidZone über die Ernährungskrise im Land.

Einige Kinder kämpfen um ihr Leben, wie die zweijährige Rabé: Sie wiegt etwas mehr als 5 statt 11 Kilo. Sie liegt im Koma auf der Intensivstation:

"Alle Kinder, die mit Unterernährung hier eingeliefert werden, leiden an Komplikationen", erklärt Oberschwester Hawaou Ousmane Madougou. "Das können Atemkomplikationen, Stoffwechselkomplikationen, neurologische, Magen-Darm oder Hautkomplikationen sein. Die Kinder werden mit einem oder mehreren dieser Probleme hier eingeliefert."

Die Intensivstation ist Teil der Kinderstation: Dort werden Patienten wie der dreijährige Bohari Huseini behandelt, ein komplexer Fall von schwerer akuter Unterernährung: "Dieses Kind leidet unter Husten und einer schweren Atemwegsinfektion mit erhöhter Atemfrequenz. Er hat auch Durchfall, was zu einer schweren Dehydrierung führte", so die Oberschwester.

Bohari wiegt 7,4 statt 12 Kilo. Nach zwei Wochen im Krankenhaus hat er neue Kräfte gesammelt. Seine Mutter Amina Chaibou sagt: "Ich habe sechs Kinder, zwei von ihnen haben an schwerer akuter Unterernährung gelitten. Weil ich nicht genug Milch produziere, weil ich nicht genug zu essen habe."

Das Nationalkrankenhaus Zinder behandelt jedes Jahr zwischen achttausend und neuntausend schwer unterernährte Kinder wie Rabé und Bohari. In Niger sterben jedes Jahr immer noch 38.000 Kinder an Unterernährung.

Journalist • Monica Pinna

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