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"Sundae Bloody Sundae": McDonald’s entschuldigt sich für umstrittene Werbekampagne

"Sundae Bloody Sundae": McDonald’s entschuldigt sich für umstrittene Werbekampagne
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REUTERS/Shannon Stapleton
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Die Fast-Food-Kette McDonald's hat sich für eine Halloween-Marketing-Kampagne in Portugal entschuldigt. Mit dem Werbespruch "Sundae Bloody Sundae" wollte die Kette für neue Varianten des Softeis-Produktes McSundae werben – und bezog sich dabei auf einen der dunkelsten Tage in der Geschichte des Nordirlandkonfliktes.

Fotos von den Werbeplakaten – auf denen es aussieht, als seien die Eisportionen mit Blut übergossen – verbreiteten sich mit heftiger Kritik in den sozialen Medien. Er wundere sich, wie ein "Team hochqualifizierter Fachleute" nicht darauf kommen konnte, dass ein solcher Wortwitz nicht angemessen wäre, schrieb etwa ein Nutzer auf Twitter. "Ist keiner von ihnen zur Schule gegangen oder hat je eine Zeitung geöffnet?"

13 Menschen wurden am 30. Januar 1972 getötet, als britische Soldaten das Feuer auf einen unbewaffneten Bürgerrechtsmarsch in der nordirischen Stadt Derry eröffneten. Viele weitere wurden verletzt. Der Vorfall, der als Blutsonntag, oder Bloody Sunday, in die Geschichte einging, trug zur Eskalation im Nordirland-Konflikt bei und ist noch heute ein Gedenktag in Irland.

Die Formulierung des Werbespruchs geht auf das Lied "Sunday Bloody Sunday" der irischen Rockband U2 zurück, in dem es genau um jene Unruhen in Nordirland geht.

Noch Anfang dieses Jahres hatte sich ein ehemaliger britischer Soldat einer Mordanklage wegen der Ermordung von zwei Personen beim Vorfall am Blutsonntag verantworten müssen.

McDonald’s: "Nicht als unsensible Referenz auf ein historisches Ereignis" gemeint

Als Reaktion auf die Kritik sagte McDonald's in einer Erklärung an Euronews: Mit der Werbung für die Halloween-Eisbecher hatte McDonald's nur einen lokalen Markt in Portugal aktivieren wollen. "Die Kampagne war zur Feier von Halloween gedacht, nicht als unsensible Referenz auf ein historisches Ereignis." Auch habe man niemanden in irgendeiner Weise verärgern oder beleidigen wollen. Das gesamte Werbematerial sei aus den Restaurants entfernt worden.

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