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Korruptionsvorwürfe: Maltas Regierung unter Druck

Korruptionsvorwürfe: Maltas Regierung unter Druck
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Sie wollen nicht weichen: Erneut haben Demonstranten vor dem maltesischen Parlament den Rücktritt der Regierung von Premierminister Joseph Muscat gefordert.

Am Montag reichte der Stabschef seinen Abschied ein, nachdem er von der Polizei verhört worden war: Es geht um Korruptionsvorwürfe, die Daphne Caruana Galizia vor ihrem Tod erhoben hatte. Die Enthüllungsjournalistin kam im Oktober 2017 bei der Explosion einer Autobombe ums Leben, drei Verdächtige wurden später festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, den Sprengsatz an dem Fahrzeug angebracht zu haben. Gegen einen Geschäftsmann, der sich regelmäßig telefonisch mit dem zurückgetretenen Stabschef austauschte, wird ebenfalls ermittelt. Er befindet sich gegen Auflagen auf freiem Fuß.

In ihrer journalistischen Arbeit hatte Caruana Galizia unter anderem über Korruption auf Malta berichtet, die ihrer Ansicht nach auch Politiker des Landes betraf.

„Ich hoffe, dass die Gerechtigkeit siegen wird, falls Fakten beweisen sollten, dass Mitglieder der Regierung, die uns vertreten, in irgendeiner Art und Weise in Beziehung zu Mord oder Korruption stehen“, sagt ein Mann. Ein anderer betont: „Ich hoffe, dass wir bald darüber hinwegkommen, dass das alles geklärt wird und die korrupten Menschen das bekommen, was sie verdienen.“

Nach dem Stabschef zu Wochenbeginn nahm Maltas Tourismusminister einen Tag später seinen Hut. Caruana Galizia hatte enthüllt, dass der Politiker möglicherweise mit einem Netz von Briefkastenfirmen in Verbindung stand.

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