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Nach dem Anschlag: London in Anspannung, London Bridge noch gesperrt

Nach dem Anschlag: London in Anspannung, London Bridge noch gesperrt
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REUTERS
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Um die London Bridge kehrt nach der Messerattacke mit zwei Toten vom Freitag langsam wieder Normalität ein. Anwohner und Geschäftsleute erlebten den zweiten Terroranschlag innerhalb von zweieinhalb Jahren.

Amir Eden wohnt um die Ecke an der Uferpromenade: "Einige sagen, sie wollen von hier wegziehen, das ist sehr traurig. Die Leute fühlen sich in das Jahr 2017 zurückversetzt, eine Art Déjà-vu, sie wissen nicht, was sie sagen sollen. Die Leute sagen, dass es nicht zweimal an derselben Stelle passiert, aber das hat es. Sie denken, es ist einfach unglaublich, was passiert ist, wieder wurde unsere Gemeinschaft angegriffen."

Für die Händler auf dem berühmten Borough Market geht das Geschäft weiter wie gewohnt. Aber sie spüren auch einen verstärkten Zusammenhalt, wie Obst- und Gemüsehändler Jock Stark berichtet: "Es ist schon komisch, es scheint viele Leute zusammenzubringen, es ist fast familiär, die Leute scheinen sich zu nähern und wieder zusammenzustehen".

Kunden können den Borough Markt ungehindert erreichen, aber die London Bridge selbst ist immer noch gesperrt, solange die Ermittlungen andauern. Im Bereich der London Bridge und der gesamten Innenstadt gibt es zusätzliche Polizeipatrouillen.

Andrew Dunn, Dekan der nahegelegenen Southwark Cathedral erinnert sich auch die Opfer des Anschlags: "Die Menschen könnnen zu uns kommen, hier gibt es immer jemanden, um mit den Menschen zu sprechen und zu beten, sodass ein Heilungsprozess stattfinden kann. Wenn eine Wunde wieder geöffnet wird, ist das sehr schmerzhaft. Auch für die Familien der acht Menschen, die vor zweieinhalb Jahren hier gestorben sind - was müssen sie jetzt durchmachen?"

Der von der Polizei erschossene Attentäter Usman Khan hatte am Freitag an der London Bridge eine Frau und einen Mann erstochen. Drei weitere Passanten wurden verletzt. Zwischenzeitlich hatte die Terrormiliz Islamischer Staat den Anschlag für sich beansprucht. Der Täter sei ein Krieger des Islamischen Staates gewesen, hieß es.

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