Eilmeldung

Deutsche Innenminister wollen härter gegen Rechtsextreme vorgehen

Die Innenminister von Bund und Ländern in Lübeck
Die Innenminister von Bund und Ländern in Lübeck   -  
Copyright
EBU
Schriftgrösse Aa Aa

Kampf gegen Rechts im Zentrum

Kampf gegen Rechtsextremismus, gegen Hate Speech und eine härtere Gangart gegenüber straffälligen syrischen Flüchtlingen: Das sind einige der Top-Themen, die noch bis Freitag bei der Innenministerkonferenz in Lübeck auf der Agenda stehen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte: "Die Botschaft ist, dass wir alles tun, um hohes Sicherheitsniveau in Deutschland zu halten, die Herausforderung des Rechtsextremismus massiv zu bekämpfen."

AP
Stephan Balliet, der Attentäter von Halle.AP

Rechtsextremismus wird in engem Zusammenhang gesehen mit Hatespeech im Netz. So soll sich etwa der Attentäter von Halle auch im Internet radikalisiert haben. Boris Pistoris, Innenminster Niedersachsens, fordert hier wirksamere Maßnahmen.

"Es muss um Zugriffsmöglichkeiten gehen, um beschleunigte Verfahren, schnellere Identifizierung derjenigen, die im Netz gegen Strafgesetze verstoßen und hetzen. Das muss jetzt alles noch enger zusammengeführt werden."

Abschiebestopp für syrische Straftäter aufheben

Daneben einigten sich die Innenminister darauf, den Abschiebestopp für Syrer in Deutschland zu lockern. Allerdings sollen nur gefährliche Straftäter abgeschoben werden. Das Problem: aktuell gibt es laut den Innenministern in Syrien keinen Ansprechpartner.

Es wäre den Menschen nicht zu vermitteln, dass jemand, der schwere Straftaten begeht, dennoch den Schutzstatus des Flüchtlings hat.
Hans-Joachim Grote
Vorsitzender der Innenministerkonferenz

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Hans-Joachim Grote (CDU), sagte: "Ich glaube, anders wäre es auch den Menschen hier nicht zu vermitteln, dass jemand, der schwere Straftaten begeht, dennoch den Schutzstatus des Flüchtlings hat. Irgendwann werden auch diese Rechte, die wir gewähren, auch verwirkt."

In Syrien gibt es nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes aktuell keine Region, in die Flüchtlinge ohne Risiko zurückkehren können.

Strafen für Kindesmissbrauch sollen verschärft werden

Ein weiteres Thema: Kindesmissbrauch. Die Innenminister sind dafür, die Strafen zu verschärfen. So soll Kindemissbrauch künftig ein Verbrechen, und nicht wie bisher lediglich ein Vergehen sein.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.