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Blaue Flecken müssen sein? Verlag entschuldigt sich für "Gewalt"-Horoskop

In einer Stellungnahme auf Twitter entschudigt sich der Verlag für den Formulierungsfehler
In einer Stellungnahme auf Twitter entschudigt sich der Verlag für den Formulierungsfehler
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Der Bauer Media Verlag hat sich für ein in dem Magazin Tina veröffentlichtes Horoskop entschuldigt, in dem der Leserin mögliche Gewalt angekündigt wird.

Unter der Überschrift Beziehungen, ist da auf der Horoskop-Seite des Magazins, Seite 44, zu lesen: "Ihr Partner wird sie diesen Monat nicht mit Samthandschuhen anfassen, blaue Flecken und Prellungen sind programmiert. Aber vielleicht musste das auch mal sein, denn nach dem großen Knall scheint sich alles wieder einzurenken. Sie fangen gemeinsam neu an, schließen nun endlich Frieden.“

Die Textpassage erschien in einer Sonderausgabe der Frauenzeitschrift Tina, die wöchentlich herausgegeben wird. Eine Twitter-Nutzerin, mit der Euronews gesprochen hat, hatte das Bild bei einer Freundin auf Instagram entdeckt und auf dem Kurznachrichtendienst verbreitet. "Mit dieser Reichweite habe ich nicht gerechnet", schreibt sie am Montamorgen überrascht.

Tina steht für starke und selbstbestimmte Frauen.
Bauer Verlag
Auf Twitter veröffentlichte die Nutzerin @beehrdigung ein Foto des Horoskops

Der Verlag sprach in einer Stellungnahme von einem "fundamentalen Formulierungsfehler", der beim Nachlesen übersehen worden sei. Man wolle sich "mit Nachdruck" entschuldigen, die Textpassage stehe im vollkommenen Gegensatz zum Frauenbild der Zeitschrift.

Für diese Erklärung hagelte es wiederum in den sozialen Medien reichlich Kritik. "Was habt ihr denn für Formulierer, bei euch und wie geht das mit dem Gegencheck genau?", fragt Anna Techsel in den Kommentaren.

Katja Baerenfaller fragte: "Formulierungen? Frauenbild?? War das Problem nicht eher die Verharmlosung von häuslicher Gewalt und die Darstellung, dass Prellungen und blaue Flecken mal passieren können, statt dass sie im Zug einer Gewaltspirale vorkommen in der es um die Zementierung von Machtgefällen geht?"