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Schreckensgespenst: Streik zu Weihnachten

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Schreckensgespenst: Streik zu Weihnachten
Copyright  AP Photo/Michel Euler   -   Michel Euler
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14. Streiktag in Frankreich: Tag der Verhandlungen. Die Uhr tickt, knapp eine Woche vor dem zu befürchtenden Transportchaos an Weihnachten signalisiert die französische Regierung Kompromissbereitschaft.

Doch nach einer ersten Gesprächsrunde mit Vertretern von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, scheinen die Fronten nach wie vor verhärtet.

Zwei Visionen vom Sozialsystem seien aufeinandergeprallt, so der Chef der Hardliner-Gewerkschaft CGT. Eine individualistische - und eine solidarische, basierend auf Verbesserungen des aktuellen Systems.

Anders als die CGT, ist die als gemäßigt geltende Gewerkschaft CFDT unter Laurent Berger zwar grundsätzlich für ein universelles Punktsystem. Ein rotes Tuch ist für sie jedoch das Renteneintrittsalter, deswegen hatte sich die Gewerkschaft am Dienstag erstmals an den Protesten beteiligt.

Die Reform sieht vor, dass die Franzosen künftig erst mit 64 Jahren Anspruch auf volle Bezüge haben sollen. Wer vorher gehen möchte, muss mit Abzügen rechnen. Wer über 64 hinaus arbeitet, erhält Zuschläge.

CFDT-Chef Laurent Berger erklärte nach dem Treffen mit Premierminister Edouard Phlippe, eine Einigung noch "sehr, sehr weit entfernt" sei. Es gebe Zeichen der Öffnung, aber noch keine Lösung.

Schon an diesem Donnerstag soll es eine neue Gesprächsrunde mit Gewerkschaftsvertretern geben. Aus dem Umfeld des französischen Präsidenten Emmanuel Macron verlautbarte, der Staatschef sei willens, die Pläne "nachzubessern". Im Ganzen werde Macron die Reform aber "weder aufgeben noch verfälschen",.

Derweil ist der Fernverkehr im Land weiterhin stark eingeschränkt. Ähnlich sieht es bei den Pariser Verkehrsbetrieben aus, auch dort werden am Donnerstag wieder etliche U-Bahnstrecken komplett ausfallen.