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Mord, Erpressung, Geldwäsche: Riesenschlag gegen Mafia

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Mord, Erpressung, Geldwäsche: Riesenschlag gegen Mafia
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2500 Polizisten, über 300 Festnahmen, beschlagnahmte Waren im Wert von 15 Millionen Euro: Das ist die Bilanz einer Großrazzia in Italien gegen die 'Ndrangheta, die mächtigste Mafia der Welt.

Erpressung, Mord, Geldwäsche

Die Behörden sprechen von einem „gigantischen Schlag“ gegen das organisierte Verbrechen. 260 Verdächtige wanderten in Untersuchungshaft, 70 bekamen Hausarrest – darunter auch Politker, Unternehmer und ein Polizist. Erpressung, Mord, Drogenhandel und Geldwäsche sind die Vorwürfe, denen die Justiz nachgeht.

Die Razzia ist das Ergebnis jahrelanger Ermittlungen. Im Visier: vor allem Kalabrien, wo die 'Ndrangheta gegründet wurde, doch auch in den Regionen Lombardei, Piemont, Venetien, Ligurien, Toskana, Sizilien, Latium und Emilia-Romagna wurden Verdächtige gefasst.

Zugriff auch in Deutschland und Schweiz

Die Aktion reichte bis nach Deutschland, in die Schweiz und Bulgarien. Ob und wie viele mutmaßliche Mafiosi dort festgenommen wurden, ist derzeit unklar. Die 'Ndrangheta hat in Deutschland seit Jahren ein festes Standbein.

Operationen gegen die Mafia sind in Italien an der Tagesordnung, doch einen solch enormen Schlag hat es seit Jahren nicht gegeben. Die Verdächtigen sollen die Wirtschaftswelt im großen Stil untergraben, Bars, Restaurants und Hotels für ihre Drogen- und Geldgeschäfte genutzt und sogar Bestattungen kontrolliert haben.