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Tweet-Affäre: China löscht Özil sogar aus Computerspiel

Tweet-Affäre: China löscht Özil sogar aus Computerspiel
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Associated Press/Ronald Zak - Ronald Zak
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Der Star des britischen Premier-League-Club FC Arsenal Mesut Özil ist nun auch noch aus der chinesischen Version des Computerspiels «eFootball PES 2020» gestrichen worden. Grund ist offenbar die Kritik des deutschen Fußballers an der Verfolgung der Uiguren in China.

«Seine Worte haben die Gefühle der chinesischen Fans verletzt», teilte der chinesische Betreiber des Spieles mit. «Wir können es nicht verstehen, akzeptieren oder entschuldigen!», sagte das Projektteam der Internetfirma NetEase, die in China die Lizenz für das Spiel hat.

Drei Videospiele ohne Özil

Die chinesischen Spiele «Pro Evolution Soccer», «Pro Evolution: Kings Assembly» und «Pro Evolution Club» wiesen keinen Spieler«Mesut Özil mehr auf, hieß es weiter. Die Reaktion folgte auf heftige Kritik der chinesischen Regierung an einem Tweet von Özil.

Özil hatte Uiguren-Verfolgung kritisiert

Der Ex-Weltmeister hatte auf Türkisch die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in Nordwestchina scharf angeprangert und sie als «Kämpfer, die der Verfolgung widerstehen», beschrieben. Auch hatte Özil, selbst gläubiger Moslem, «das Schweigen der muslimischen Brüder», also der muslimische Staaten in der Welt, gegenüber China kritisiert.

Unterdrückte Uiguren: Strenge Umerziehungslager oder nur Fortbildungszentren?

Nach offiziell unbestätigten Schätzungen sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die China allerdings nur als Fortbildungszentren beschreibt. Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus und Separatismus vor.

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