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Australiens verzweifelter Kampf gegen die Flammen

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Australiens verzweifelter Kampf gegen die Flammen
Copyright  AP   -   Rick Rycroft
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Bis zu 60 Meter hoch lodern die Buschfeuer an der Ostküste Australiens. Starke Böen mit Geschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde heizen die bestehenden Flammen an. Im Bundesstaat New South Wales herrscht seit Donnerstag auch offiziell nun der Ausnahmezustand - mindestens bis zu den Weihnachtstagen. Weite Teile der Ostküste inklusive der Millionenmetropole Sydney sind seit Wochen in giftige Rauchschwaden eingehüllt, die sogar aus dem Weltraum zu sehen sind.

Tote und Sachschäden in Milliardenhöhe

Seit Wochen kämpfen Einsatzkräfte gegen hunderte Buschbrände im Land. Nach Angaben der Behörden sind bereits rund 2,7 Millionen Hektar Land vernichtet. Mindestens sechs Menschen verloren in den Feuern ihr Leben, mehr als 1.000 Häuser wurden zerstört. Eine Tragödie ereignete sich in Buxton: Zwei Feuerwehrmänner sind im Süden von Sydney ums Leben gekommen, als sie bei Löscharbeiten ihr Einsatzfahrzeug gegen einen Baum fuhren.

Kritik an der Regierung

Australiens Premierminister Scott Morrison hat nach heftiger Kritik seinen Hawaii-Urlaub abgebrochen. Seiner Regierung wird vorgeworfen, zu wenig Klimaschutzmaßnahmen ergriffen zu haben. Wissenschaftler führen die ungewöhnlich frühen und extremen Brände auf den Klimawandel zurück, der in vielen Ortschaften eine schwere Dürre verursacht habe. Mittlerweile räumte Premierminister Morrison eine Mitschuld ein. Seit etwa zwei bis drei Jahren leidet das Land unter starker Dürre.

Temperaturrekorde in Australien

Ins Bild passt ein neuer Temperaturrekord dieser Woche: Die Durchschnittstemperatur lag am Dienstag bei 40,9 Grad Celsius. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war es nie so heiß auf dem südlichen Kontinent der Erde.