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"Schmierkampagne": Ex-Auto-Manager Carlos Ghosn erhebt Vorwürfe gegen Japan

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"Schmierkampagne": Ex-Auto-Manager Carlos Ghosn erhebt Vorwürfe gegen Japan
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Der frühere Auto-Manager Carlos Ghosn hat im Rahmen einer Pressekonferenz im Libanon ein weiteres Mal seine Unschuld beteuert und schwere Vorwürfe gegen die japanische Justiz erhoben.

Er warf der japanischen Justiz eine Schmierkampagne sowie schwere Vergehen gegen seine Menschenrechte vor. Er sei ohne Anwalt verhört worden und man habe ihn gedrängt, ein Geständnis abzulegen. 130 Jahre lang habe er im Gefängnis in Einzelhaft für seine Freiheit gekämpft, bis er gegen Kaution freigekommen sei.

Er sei geflohen, um endlich frei sprechen zu können. Jetzt wolle er mit Daten, Tatsachen und Beweisen zeigen, dass er unschuldig sei. Er wolle sich nicht als Opfer darstellen, sondern zeigen, wie das japanische Justizsystem gegen die Menschlichkeit agiert.

"Ich stehe nicht über dem Gesetz, sondern ich will einfach meinen Ruf wieder herstellen", sagte Ghosn in Beirut. "Es war klar, dass ich niemals einen gerechten Prozess bekommen würde. Es ging darum, das Gesicht nicht zu verlieren."

Die Entscheidung, das Land heimlich zu verlassen, war die "schwierigste meines Lebens", so Ghosn. Die japanische Justiz habe versucht, mich zum Aufgeben zu bringen, damit er die Wahrheit nicht ans Licht bringen konnte.

Der in Japan auf Kaution freigelassene Ghosn war am 31. Dezember überraschend in den Libanon geflüchtet. Ghosn hat die französische, die brasilianische und die libanesische Staatsangehörigkeit.

Er gilt als Architekt des internationalen Autobündnisses zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi.

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