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Holocaust-Gedenken: Steinmeier spricht in Yad Vashem

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Holocaust-Gedenken: Steinmeier spricht in Yad Vashem
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In Israel wird an diesem Donnerstag mit einem großen Staatsakt an die Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren erinnert. Den Organisatoren zufolge ist das größte Staatsereignis seit der Gründung Israels 1948.

An dem Internationalen Holocaust Forum nehmen Staats- und Regierungschefs aus fast 50 Ländern teil, darunter der deutsche Bundespräsident Walter Steinmeier sowie die Präsidenten aus Frankreich und Russland, Macron und Putin.

Israel hofft auf eine starke gemeinsame Front nicht nur im Gedenken an die Opfer, sondern auch im Kampf gegen neue Formen des Antisemitismus, wie Staatspräsident Reuven Rivlin betonte. "Ich hoffe und bete, dass von diesem Raum die Nachricht an jedes Land auf der Welt ausgeht, dass die Staatsführer dieser Welt im Kampf gegen Rassismus und Extremismus zusammenstehen werden."

Steinmeier spricht in Yad Vashem

Das Forum ist auch Anlass für zahlreiche bilaterale Treffen und diplomatische Gespräche. Der israelische Premier Benjamin Netanyahu sucht internationale Unterstützung für Sanktionen gegen den Iran. Bereits am Mittwochabend traf Emmanuel Macron Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, Wladimir Putin und Prinz Charles haben dies ebenfalls geplant.

Frank-Walter Steinmeier wird als erstes deutsches Staatsoberhaupt überhaupt in Yad Vashem eine Rede halten. Gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen will er außerdem am kommenden Montag an der Gedenkveranstaltung in Auschwitz teilnehmen.

Es gehe zu allererst um das Gedenken, so Steinmeier. "Das sollte nicht ausschließen, dass wir über unsere Pflichten, unsere Verantwortung heute sprechen, gegen Antisemitismus, Rassismus und Hass zu kämpfen."

Gedenken an Auschwitz-Befreieung

Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gilt weltweit als Symbol für den Holocaust, bei dem die Nazis und ihre Helfer rund sechs Millionen Juden ermordeten. Nach Schätzungen wurden allein in Auschwitz mehr als eine Million Menschen umgebracht, zumeist Juden.

Als Soldaten der Roten Armee das Lager am 27. Januar 1945 erreichten, fanden sie dort noch etwa 7000 überlebende Häftlinge. Viele von ihnen starben innerhalb kurzer Zeit an den Folgen von Hunger, Krankheiten und Erschöpfung.