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Sonnen-Sonde "Solar Orbiter" steht kurz vor dem Start

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Symbolfoto: Oberfläche der Sonne
Symbolfoto: Oberfläche der Sonne   -  
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In wenigen Tagen, am 10. Februar, soll sich vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in den USA aus der Solar Orbiter auf den Weg zur Sonne machen. Die Sonde ist ein Gemeinschaftsprojekt der Nasa mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Gesteuert wird sie von Darmstadt aus. Mit ihrer Hilfe wollen die Forscher das Wissen über unser Zentralgestirn erweitern.

ESA-Wissenschaftler Mike Healy erklärt: "Wir müssen viel mehr darüber wissen, wie die Sonne mit uns auf der Erde interagiert. Ob es um Elektronik auf der Erde geht oder um Astronauten in erdnahen Umlaufbahnen, wir wissen immer noch nicht viel darüber, wie die Sonne sich darauf auswirkt. Und durch die Instrumente, die wir auf dem Solar Orbiter haben, werden wir viel mehr darüber herausfinden können".

Insgesamt zehn Instrumente hat der Solar Orbiter an Bord. Darunter ein 100 Millionen Euro teures Doppelteleskop, das zur Analyse des Magnetfelds auf der Sonnenoberfläche dienen soll.

Dafür sollen besonders die Pole ins Visier genommen werden. Dabei kommt der Solar Orbiter der Sonne so nah wie noch keine Solarsonde zuvor.

Projektmanager Ian Walters: "Wir werden auf 42 Millionen Kilometer herankommen, bei dieser Entfernung werden wir also bis zu 600 Grad Celsius erreichen. Daher müssen wir es vor der Sonne schützen. Und das tun wir, indem wir einen Hitzeschild oben aufsetzen und uns im Grunde genommen für die gesamte Mission hinter dem Hitzeschild verstecken. Natürlich müssen wir manchmal durch den Hitzeschild schauen, um Bilder zu machen. Wir haben also sechs Fenster oder Öffnungen, die wir öffnen, wenn wir fotografieren wollen."

Auf zehn Jahre ist die Mission angesetzt. Was dann mit dem Solar Orbiter geschieht, ist noch unklar. Ein Weiterflug zur Venus ist ebenso denkbar wie ein Absturz auf der Sonne.

Hier erhalten Sie mehr Infos auf den Seiten der Max-Planck-Gesellschaft
ESA-Infos zum Solar Orbiter
Sehen Sie hier unser Gespräch mit ESA-Experte Paolo Ferri zur Mission

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