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Wegen Coronavirus: Iran entlässt 54.000 aus Gefängnissen

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Wegen Coronavirus: Iran entlässt 54.000 aus Gefängnissen
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Das Coronavirus breitet sich weltweit weiter aus und erreicht immer mehr Regionen. In einem besonders schwer betroffen Land, dem Iran, entlassen die Behörden 54.000 Gefängnisinsassen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Italien stellt Bergamo unter Quarantäne

In Italien wurde ein Militärkrankenhaus in Mailand für die Aufnahme von etwa 60 Patienten vorbereitet. Der Druck auf die Gesundheitseinrichtungen ist groß in dem Land, das mit 2.502 Ansteckungsfällen und 79 Toten in Europa am stärksten betroffen ist. Ein weiterer Ort, der unter Quarantäne kommt, ist die Stadt Bergamo, 50 Kilometer nordöstlich von Mailand. Hier nimmt die Zahl der Infektionen zu.

Frankreich beschlagnahmt alle verfügbaren Schutzmasken

Im Nachbarland Frankreich wurden rund 120 Schulen geschlossen, die meisten in der Bretagne und der Region Oise, nördlich von Paris. Die Angst vor dem Coronavirus hat jetzt auch in Frankreich zu Hamsterkäufen geführt. Auf Twitter schrieb Präsident Emmanuel Macron, alle verfügbaren und künftig produzierten Schutzmarken werden beschlagnahmt, um sicherzustellen, dass sie an Infizierte und Mitarbeiter im Gesundheitswesen gehen.

Während einer Krisensitzung im französischen Gesundheitsministeriums sagte Marcon, dass Entschlossenheit im Kampf gegen das Virus wichtig sei: "Wir müssen uns alle bewusst sein, dass wir langfristig mobilisiert sein müssen. Aber wir sind bereit. Und ich weiß, dass wir die Kraft haben, diese Herausforderung zu bewältigen."

WHO: Coronavirus ist nicht wie eine normale Grippe

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass Covid-19 anders ist als eine normale Grippe. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte: "Während viele Menschen weltweit eine Immunität gegen saisonale Grippestämme aufgebaut haben, ist Covid-19 ein neues Virus, gegen das niemand immun ist. Das bedeutet, dass mehr Menschen für eine Infektion anfällig sind."

Iran entlässt 54.000 Gefangene

Besonders betroffen ist auch die Islamische Republik Iran. Dort sollen sich fast 10 Prozent der Parlamentsabgeordneten mit dem Coronavirus angesteckt haben. In keinem anderen Land sind so viele Regierungmitglieder infiziert. Um eine Ausbreitung der Lungenkrankheit in überfüllten Gefängnissen zu bekämpfen, haben die Behörden im Iran mehr als 54.000 nicht infizierte Gefangene vorübergehend gegen Kaution entlassen.

Facebook will Coronavirus-Fake-News entfernen

In den USA, wo es bislang acht Todesfälle infolge des Coronavisus gab, hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg angekündigt, dass das Social Media-Portal keine Verbreitung von falschen Informationen und Verschwörungstheorien über das neuartige Coronavirus zulassen wird. Das Online-Netzwerk werde sie entfernen und dabei den Einschätzungen globaler Gesundheitsorganisationen folgen.

Unterdessen hat Präsident Donald Trump wahlkampfwirksam ein Labor besucht, in dem Forscher an Mitteln gegen das Virus arbeiten. In der vergangenen Woche hatte Trump das Coronavirus noch als eine Falschmeldung der Demokraten bezeichnet.