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"Tag ohne Frauen" am 9. März - Sie streiken gegen die Gewalt in Mexiko

APTOPIX Mexico International Womens Day
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Am Tag nach dem Weltfrauentag wollen die Frauen in Mexiko ein ganz besonderes Zeichen gegen die Gewalt im Land setzen. Sie wollen nicht zur Arbeit gehen, viele Mädchen nicht in die Schule kommen, Frauen wollen nicht kochen und nicht putzen. Der Streik der Frauen am Montag, den 9. März 2020, wird seit Wochen in den sozialen Netzwerken propagiert - unter dem Hashtag #DiaSinMujeres "Tag ohne Frauen".

Jeden Tag werden durchschnittlich zehn Frauen in Mexiko ermordet.

Alle Frauen des Landes sind aufgerufen, aus Protest gegen Femizide und Gewalt gegen Frauen am Tag nach dem Internationalen Frauentag zu Hause zu bleiben. Diverse Institutionen und Unternehmen haben ihre Unterstützung der Aktion verkündet. Zuletzt gab es in Mexiko bereits Demonstrationen nach zwei Aufsehen erregenden Morden an einem Mädchen und einer jungen Frau.

Neben Demonstrationen hat es in den vergangenen Tagen auch Konzerte gegeben, bei denen sich Künstlerinnen gegen die Gewalt gegen Frauen engagiert haben.

Auch die chilenisch-französische Rapperin Ana Tijoux trat in Mexiko auf.

Allerdings hat sich der Präsident des Landes Andrés Manuel López Obrador, der auch AMLO genannt wird, nicht hinter den Frauenstreik gestellt. Einige meinen, der 66-Jährige sei vielleicht doch ein Macho, andere sagen, er unterstütze den Protest der Frauen nicht, weil dieser nicht seine Idee gewesen sei. Eigentlich ist seine Regierungspartei aus seiner sozialen Protestbewegung hervorgegangen.