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Mario Monti über Italien: "Diszipliniert und koordiniert"

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Mario Monti über Italien: "Diszipliniert und koordiniert"
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Italien ist nach China das Land mit den meisten Covid-19-Toten. Trotz drastischer Maßnahmen steigt die Zahl der Opfer immer weiter. Dabei ist ganz Italien inzwischen eine Sperrzone.

Die Italiener erdulden die Quarantäne mit erstaunlicher Disziplin, findet einer, der sie genau kennt, der ehemalige italienische Regierungschef und EU-Kommissar Mario Monti.

"Italien hat diesmal schnell gehandelt, nach bestem Wissen und Gewissen, diszipliniert und koordiniert, was nicht immer die Hauptmerkmale meines Landes sind. In anderen Ländern sieht es so aus, als gebe es dort noch kein wirkliches Bewusstsein für das Problem, das nun mit etwas Verzögerung auch dort auftritt."

Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt die am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region der Welt. Dort würden mehr Infektionen und Todesfälle gemeldet als in allen anderen Ländern außerhalb Chinas zusammen. Die Frage sei, wie Europa nun darauf reagiere, meint Monti, die Coronavirus-Krise sei zu einer Art Prüfstand geworden.

"Eine außerordentliche Situation wie diese zeigt die Grenzen des europäischen Integrationsprozesses auf. Besonders im Gesundheitsbereich, der in der nationalen Kompetenz der Mitgliedsstaaten liegt, das sollte künftig unbedingt überdacht werden."

Europa sollte genau auf die Entscheidungen in Italien schauen, raten Virologen, Sperrzone inklusive, das Land habe eine Art Vorreiterrolle im Kampf gegen Covid-19, mit ein paar Wochen Vorlauf.