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Krank im Palast

Prince Albert II of Monaco,Princess Charlene
Prince Albert II of Monaco,Princess Charlene   -   Copyright  Daniel Cole/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Das Coronavirus macht alle gleich. Jeder kann sich anstecken. Das haben auch die Mitglieder europäischer Königshäuser erfahren müssen. Zuletzt machte Buckingham Palace öffentlich, dass Thronfolger Prinz Charles (71) an Covid-19 erkrankt sei. Seine Frau Camilla sei allerdings negativ getestet worden. Seine Mutter, die Queen, habe er zuletzt am 12. März getroffen. Der Palast ließ zunächst offen, ob die 93-Jährige getestet wurde. Sie befinde sich mit ihrem Ehemann Prinz Philip (98) auf Schloss Windsor westlich von London. Von dort aus komme die Queen, soweit möglich, weiter ihren Verpflichtungen nach.

Ansteckung auch in Monaco

Auch Albert von Monaco hat sich infiziert. Der Palast in Monte Carlo teilte mit, dass ich der 62-jährige Fürst in Quarantäne befinde, seine Arbeit aber unter den nötigen Vorsichtsmaßnamen fortsetze.

Medienberichten zufolge ist Karl von Habsburg-Lothringen ebenfalls an Covid-19 erkrankt. Er ist das Oberhaupt des ehemals kaiserlichen Hauses Österreich. Die drei sind zwischen 59 und 71 Jahre alt und gehören damit zur Risikogruppe. Fanseiten auf Instagram wünschten ihnen schnelle Genesung.

Der Job besteht aus Händeschütteln

Nicht nur ihr Alter hat bei Charles und Albert die Gefahr einer Ansteckung erhöht. Zentrale Aufgabe der europäischen Monarchien ist die Repräsentation. Dazu gehört eine Vielzahl an Terminen, Händeschütteln und Gespräche. Vor seinem Test hatte Prinz Charles bei Terminen noch vergeblich die Hand zum Gruß ausgestreckt.

Dänischer Prinz getestet

Doch auch ohne repräsentative Aufgaben kann das Virus den Weg in die üblicherweise streng überwachten Monarchenfamilien finden. Unter Verdacht stand zeitweise auch Prinz Henrik von Dänemark, eines der Kinder von Prinz Joachim und seiner zweiten Frau Marie. Er ist nach seinem verstorbenen Großvater Prinz Henrik benannt. Der Achtjährige und seine Schwester Athena waren im Jahr 2019 mit ihren Eltern nach Paris gezogen. In dieser Woche kehrten sie nach Kopenhagen zurück. Im Rigshospital wurde Prinz Henrik wegen Atembeschwerden behandelt. Sein Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus aber fiel negativ aus, wie das Königshaus auf Instagram berichtete.

Rückzug aufs Schloss

Henriks Großmutter, Königin Margrethe, hatte sich bereits vor Tagen auf Schloss Fredensborg außerhalb von Kopenhagen zurückgezogen. Das 79-jährige Staatsoberhaupt soll so einer Ansteckung entgehen. Darüber hatte das Königshaus ebenfalls per Instagram informiert. Die Feierlichkeiten zu Magrethes 80. Geburtstag Mitte April wurden abgesagt.

Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollen zwischenmenschliche Kontakte meiden, sich zurückzuziehen. Das haben viele Mitglieder europäischer Königshäuser getan. Prinz Charles und Camilla befinden sich in Schottland, auf Schloss Balmoral. Zumindest was die Möglichkeiten des Rückzugs angeht, scheint das Coronavirus nicht alle gleich zu machen. Die einen gehen aufs Schloss, die anderen in ihre Wohnungen.