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Gesund durch die Corona-Krise: 7 Tipps um Stress und Streit zu reduzieren

Gesund durch die Corona-Krise: 7 Tipps um Stress und Streit zu reduzieren
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Verunsicherung, Angst zu erkranken, Existenzsorgen, Omnipräsenz des Themas Pandemie.... das Leben vieler Menschen hat sich schlagartig verändert. Es ist nicht nur eine wirtschaftliche und gesellschaftliche, sondern auch eine psychologische Herausforderung.

Bewährte Strategien zur Stressbewältigung, wie körperliche Nähe, Freunde und Familie treffen, zum Sport gehen, Kulturveranstaltungen besuchen sind derzeit nicht möglich. "Es ist völlig normal, dass uns das traurig und vielleicht auf wütend oder gar ängstlich macht", sagte Prof. Dr. med. Mazda Adli am Donnerstag auf der Bundespressekonferenz.

Der Psychiater rief dazu auf, die Krise kreativ anzugehen. Über Telefon und digitale Medien zu kommunizieren, gerade über die Ostertage, sei wichtig.

1. Facetime, Skype, Telefon

Gerade über die Feiertage, ein langes Wochenende, an dem so mancher sicherlich Pläne hatte, um wegzufahren oder mit Freunden und Familie zu feiern, ist es schwierig isoliert zu sein. Deswegen sollte man umso mehr mit Menschen, die einem lieb sind, kommunizieren.

2. Abschalten

Dr. Adli rät dazu, über die Feiertage auch mal eine Corona-freie Zeit einzulegen. Keine Nachrichten hören oder anschauen. Einfach mal auf das hier und jetzt konzentrieren. "Emotional Entlüften", nennt der Experte das.

3. Konflikte vermeiden

Mit dem Ausdiskutieren, bis die Spannung verflogen ist, bewusst nachgeben, oder einfach zurückziehen, sind Tipps, um mögliche Konflikte zu vermeiden oder besser zu meistern.

4. Die Situation ist zeitlich begrenzt

"So wird es keinesfalls immer bleiben", versichert Adli. Es sei wichtig, sich klarzumachen, dass diese Situation ein Ende hat. Über die Zeit nach dieser Phase zu sprechen, kann zudem Entspannung bringen.

5. Wir sind der Situation nicht hilflos ausgeliefert

Durch das Einhalten der empfohlenen Maßnahmen und die zwischenmenschliche Hilfe, sei es per Telefon gegenüber Mitmenschen, tragen wir alle dazu bei, diese Lage zu verbessern. Auch die Zahlen würden zeigen, dass dieses "gigantische Präventionsprojekt" Wirkung zeigt.

6. Hoffnung

"Währung für die Psyche", sie schaffe Kraft und man könne sie in den Erfolgsgeschichten ablesen, Geschichten, die man kommunizieren muss und auch ausdrücklich sollte.

7. Hilfe suchen

Wenn die Kummer, Konflikte oder andere Situationen nicht mehr auszuhalten sind, dann gibt es Hilfe per Telefon und Anlaufstellen für häusliche Gewalt, Kliniken, Rettungsstellen, psychosoziale Hilfenetz der Städte und Gemeinden, Hilfetelefone für Kinder und Jugendliche und Telefonseelsorge.

Sehen sie den Vortrag von Prof. Dr. Adli bei der Bundespressekonferenz oben im Player.