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Covid-19 in der Filmbranche: Nicht mal "Zeit zu sterben"

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Covid-19 in der Filmbranche: Nicht mal "Zeit zu sterben"
Copyright  ATTILA KISBENEDEK / AFP
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Kinos geschlossen, der neue “James Bond” - “Keine Zeit zu sterben” kann nicht anlaufen, Finanzierungschaos bei minutiös geplanten Dreharbeiten, keine Ausfallbürgschaften und Versicherungszahlungen wegen "höherer Gewalt" - ganz zu schweigen vom Ansteckungsrisiko bei Massendrehs – Disney oder Netflix haben grosse Produktionen gestoppt. Covid-19 übertrifft die professionelle Horror-Fantasie der Filmleute – hallo Dracula und Frankenstein, ihr Handwerker.

Attila Farago, VisionteamLtd, verleiht technische Ausrüstung für Filmproduktionen in Ungarn:

„Da wir nicht viel zu tun haben, organisieren wir Wohltätigkeitsveranstaltungen für Menschen, die in der Filmindustrie arbeiten, und wir unterstützen den digitalen Bildungssektor (Erklärung: In Ungarn sind die Schulen geschlossen, die Lehrer unterrichten online). Wir versuchen, Laptops für benachteiligte Schulen zu sammeln. In der Filmindustrie können wir jetzt nichts machen.“

Im Origo Film Studio, Budapest, wurden internationale Produktionen gedreht: "Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben" ("Die Hard 5"), die Fortsetzung von "Blade Runner" ("Blade Runner 2049"), "Inferno", "Hercules"...

Schauspieler Tom Hanks positiv getestet? Die vielen Freiberufler in der Branche seien an Risiko gewöhnt, tröstet sich ein Stunt-Koordinator.

Levente Lezsak, Stunt-Koordinator:

„Natürlich sind ungarische Stunts aufgrund der Coronavirus-Krise in einer sehr schwierigen Situation. Alle Filmaufnahmen und Theateraufführungen wurden abgesagt. Von Monat zu Monat machen wir uns immer mehr Sorgen, wir wissen nicht, wann die Dreharbeiten wieder aufgenommen werden können.

Aber normalerweise sind sich Stuntleute der Tatsache bewusst, dass alles passieren kann. Ein Unfall kann jederzeit in unserem Job passieren, daher müssen wir auf schlechte Zeiten vorbereitet sein und paar Reserven haben.“

Ein paar Zahlen: Allein in den USA könnten an den Kinokassen in diesem Jahr 20 Milliarden Dollar fehlen (“Hollywood Reporter”). Ein Grund: Potentielle Kino-Renner werden schneller als bisher üblich den Streaming-Diensten überlassen. Filmfestspiele wie in Cannes (eigentlich ab 12. Mai) hoffen – im besten Fall – auf Verschiebung.

Beatrix Asboth, Euronews:

"Normalerweise laufen hier Hunderte Leute – Schauspieler, Statisten, Kameraleute und Licht-Techniker auf dem Hof dieses Filmstudios herum. Das Coronavirus zwang die Filmproduktion, dichtzumachen. Jetzt arbeiten hier nur noch die Betreiber des Studios, sonst keiner."

Beatrix Asboth, su