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Bundesliga wird am 15. Mai fortgesetzt

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Bundesliga wird am 15. Mai fortgesetzt
Copyright  Kerstin Joensson/AP Photo
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Die 1. und 2. Bundesliga setzen am 15. Mai ihre Saison fort, neun Wochen nach der Aussetzung wegen der Corona-Krise. Das beschloss das Präsidium der Deutschen Fußball Liga am Mittwochabend. Die 36 Profivereine, deren Vertreter sich am Donnerstag auf einer Mitgliederversammlung zusammenschalten, wurden darüber schriftlich informiert.

Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs gaben dafür am Nachmittag grünes Licht.

Die Entscheidung der Politik für Geisterspiele sorgte in der Milliarden-Branche für große Erleichterung. Dies sei "eine gute Nachricht", sagte DFL-Boss Christian Seifert. «Spiele ohne Stadion-Zuschauer sind für niemanden eine ideale Lösung. Es ist in einer für einige Clubs existenzbedrohenden Krise allerdings die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu bewahren."

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sprach im TV-Sender Sky von einem "Glückstag für den Fußball". Mit der Fortsetzung der Saison sei gewährleistet, "dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Platz und nicht am grünen Tisch fallen". Man sollte anstreben, "so zügig wie möglich in den Spielbetrieb zurückzukommen", sagte Rummenigge.

Dagegen äußerten nach dpa-Informationen die Länderchefs von Bremen, Andreas Bovenschulte (SPD), und Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), in der kontroversen Diskussion starke Vorbehalte. Beide fürchten aufgrund der bisher in den Bundesländern sehr unterschiedlichen Trainingsmöglichkeiten um die Chancengleichheit ihrer Vereine Werder Bremen und FSV Mainz 05 und plädieren für einen Re-Start eine Woche später.

Premier League: Ärzte melden Bedenken an

Nicht nur in Deutschland war der Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden. In Frankreich, den Niederlanden und Belgien wurde die Saison ganz abgesagt. In Portugal darf ab Ende Mai wieder gekickt werden. In Spanien, Italien und Großbritannien steht die Entscheidung noch aus. In England würde die Premier League gerne ab dem 18. Mai wieder trainieren und im Juni wieder spielen. Ärzte der Vereine meldeten aber Bedenken an.

Überall argumentieren die Ligen mit den hohen Verlusten für die Vereine und haben Sicherheitskonzepte ausgearbeitet, die regelmäßige Tests für Spieler und Mannschaftspersonal, Hygiene- und Isolationsmaßnahmen vorsehen.

Macht Revierderby den Auftakt beim Wiederbeginn?

In Deutschland kann nun die DFL bestimmen, wann es exakt losgeht. Dies soll auf der Mitgliederversammlung mit den 36 Vereinen am Donnerstag ebenso diskutiert werden wie der genaue Spielplan für die ausstehenden 163 Spiele ohne Publikum in beiden Ligen. Sollte die Bundesligasaison chronologisch mit dem 26. Spieltag fortgesetzt werden, stünde zu Beginn unter anderem das Revierderby Borussia Dortmund gegen Schalke 04 auf dem Programm.

Die DFL hatte von einer Taskforce unter Leitung von DFB-Chefmediziner Tim Meyer ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept vorgelegt, um die Ansteckungsgefahr unter Spielern und Betreuern zu minimieren. In einer ersten Testreihe hatte es bei 1724 Proben in der 1. und 2. Liga zehn Corona-Fälle gegeben.