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Trump zu Corona: "Schlimmer als Pearl Harbor und 9/11"

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Trump zu Corona: "Schlimmer als Pearl Harbor und 9/11"
Copyright  Mark Lennihan/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Die Kunstflugstaffel der United Navy - die Blue Angels - eehren die Arbeiter im Gesundheitswesen mit Überflügen - unter anderem in Houston im US-Bundesstaat Texas.

Im weißen Haus ruderte US-Präsident Donald Trump nach einer umstrittenen Entscheidung wieder zurück und will nun doch an der Arbeitsgruppe zur Corona-Krise festhalten.

Nachdem er zuvor vielfach dafür kritisiert wurde, die COVID-19-Task Force mitten in der Pandemie auflösen zu wollen, kündigte Trump am Mittwoch an, die Runde werde weiterarbeiten, bis sie nicht mehr gebraucht werde: "Ich hatte bis gestern keine Ahnung, wie beliebt die Task Force ist. Als ich eine Auflösung ins Spiel gebracht habe, bekam ich Anrufe von sehr angesehenen Leuten, die sagten, es wäre besser an der Arbeitsgruppe festzuhalten. Sie macht gute Arbeit und ist in der Öffentlichkeit geschätzt."

Die US-Regierung hatte die «Task Force» als hochrangig besetztes Expertengremium unter Leitung von Vizepräsident Pence als Reaktion auf die rasante Ausbreitung des Coronavirus ins Leben gerufen. Pence hatte am Dienstag überraschend erklärt, man erwäge die Auflösung der Gruppe. Dies könne Ende Mai oder Anfang Juni geschehen und sei ein Zeichen des «enormen Fortschritts» im Kampf gegen das neuartige Coronavirus.

Die Mediziner Deborah Birx und Anthony Fauci gehören zu den prominentesten Stimmen der Arbeitsgruppe. Sie haben eine rasche Aufhebung aller Corona-Beschränkungen bislang deutlich skeptischer bewertet als Trump.

Die USA sind mit gut 1,2 Millionen bestätigten Infektionen und mehr als 73.000 Toten das am härtesten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt.

Trump beschreibt sie als den "schlimmsten Angriff", den es je auf die Vereinigten Staaten gab: "Es ist schlimmer als Pearl Harbor. Es ist schlimmer als das World Trade Center. So einen Angriff hat es noch nie gegeben."

Bei dem japanischen Angriff in Pearl Harbor auf Hawaii hatten die USA am 7. Dezember 1941 während des Zweiten Weltkriegs mehr als 2400 Tote zu beklagen. Am 11. September 2001 waren bei Terroranschlägen unter anderem auf das World Trade Center in New York insgesamt fast 3000 Menschen ums Leben gekommen.

Trump warf China erneut vor, das Coronavirus nicht an seinem Ursprung in Wuhan eingedämmt zu haben und den Rest der Welt nicht frühzeitig informiert zu haben. «Es hätte in China gestoppt werden sollen. Es hätte direkt an der Quelle gestoppt werden sollen, und das wurde es nicht», kritisierte er.

Mit Blick auf den von Trump befeuerten Vorwurf, das Virus stamme womöglich aus einem Forschungslabor in der chinesischen Stadt Wuhan, räumte US-Außenminister Mike Pompeo zwar ein, dass die Frage des Ursprungs der Corona-Pandemie nicht geklärt ist. Gleichzeitig gebe es «signifikante» Belege dafür, dass jenes Labor der Ausgangsort für die Pandemie sei.

Kritiker werfen wiederum Trump vor, in der Corona-Krise Sündenböcke zu suchen, um von eigenen Versäumnissen beim Kampf gegen das Virus in den USA abzulenken.

Trump trieb am Mittwoch die Öffnung der US-Bundesstaaten voran, obwohl Prognosen weiter steigende Infektions- und Todeszahlen durch das Coronavirus befürchten lassen. «Es ist an der Zeit, unser Land zu öffnen», sagte er