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SpaceX-Start auf Samstag verschoben

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Es sollte der erste Flug einer bemannten Raumkapsel von den USA aus nach neun Jahren Pause werden - doch schlechtes Wetter hat der Mission einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eine Viertelstunde vor dem geplanten Start im Weltraumbahnhof Cape Canaveral wurde dieser abgesagt.

Nach rund drei Stunden verließen die Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley ihre Sitzplätze wieder und begaben sich zurück in ihr Quartier in Quarantäne. Nasa-Chef Jim Bridenstine erklärt die Probleme:

In der Atmosphäre war zu viel Elektrizität. Es gab kein Gewitter oder etwas Ähnliches, doch wir hatten Angst, dass es beim Start zu Blitzschlag kommen könnte.
Jim Bridenstine
Nasa-Chef

Weltweit war das Interesse groß. US-Präsident Donald Trump und seine Frau Melania sowie Vizepräsident Mike Pence waren in den US-Bundesstaat Florida gereist, um den Start live vor Ort zu verfolgen.

Am Strand von Cocoa Beach hatten sich viele Schaulustige versammelt. Sie kamen letztlich umsonst, können die Absage jedoch nachvollziehen:

  • "Wir sind eine Stunde durch strömenden Regen gefahren, um hier zu sein - das ist jetzt schon etwas blöd, aber ich kann es verstehen."
  • "Kein Problem, aber es wird einen weiteren Start geben, man muss positiv bleiben."
  • "Wir waren sehr gespannt auf den Start der SpaceX-Rakete. Klar, es ist traurig, dass es abgesagt wurde, aber die Sicherheit geht nun mal vor."
AFP
Student Thomas Canales kann die Absage verstehenAFP

Ein nächster Startversuch soll jetzt am Samstag, um 21:22 Uhr MESZ, unternommen werden. Dann wollen Behnken und Hurley erneut versuchen, mit einer "Falcon 9"-Rakete zur ISS zu starten.

Seit dem Ende des Spaceshuttle-Programms 2011 waren von den USA aus keine Astronauten mehr ins All geflogen.

Das Transportsystem könnte künftig als reguläres Taxi zur ISS dienen. Wenn alles klappt, wäre das ein großer Erfolg für Space X, die vom Milliardär Elon Musk gegründete Weltraumfirma.

Die Nasa hat Milliarden in die private Raumfahrt investiert, um einen kommerziellen Markt für Raumflüge zu unterstützen und wieder unabhängig von den russischen Sojus-Transporten zu werden.